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Eine ganzheitliche MES-Lösung verwaltet alle fertigungsnahen Ressourcen. Dazu gehören einerseits die Maschinen (zum Beispiel Stanzen, Fräsen, NC-Bearbeitungszentren), Werkzeuge (wie etwa Stempel, Bohrer, Multifunktionswerkzeuge) und sonstige Fertigungshilfsmittel (beispielsweise Vorrichtungen, NC-Programme, Einstelldatensätze), aber andererseits auch das Material vom Rohstoff über Halbfabrikate bis hin zum fertigen Produkt. Dank einer zentralen Datenbank können alle Ressourcen geplant und ausgewertet werden.
Mit Personalzeiterfassung prämien- und leistungsbasierte Entlohnungssysteme aufbauen
Beispielsweise ist eine Verfügbarkeitsprüfung für Werkzeuge und Material bei der Einplanung eines Auftrags im Leitstand ebenso möglich wie die Rückverfolgung von Materialchargen. Eine immer wichtiger werdende Ressource ist qualifiziertes Personal. Dank der integrierten Datenbank können die in der Personalzeiterfassung über Kommt-/Geht-Stempelungen beziehungsweise Schichtpläne erfassten Anwesenheits- und Fehlzeiten mit den Buchungen in der Fertigung abgeglichen werden.
Hieraus lassen sich neben vielen Auswertungen auch prämien- und leistungsbasierte Entlohnungssysteme aufbauen. Durch eine auftragsabhängige Personaleinsatzplanung können die zur Verfügung stehenden Mitarbeiter gemäß ihrer Qualifikation optimal und effizient eingesetzt werden.
Der dritte große Bereich, der mit MES nach VDI-Richtlinie 5600 neben den Themen Fertigung und Personal abgedeckt werden muss, ist das Qualitätsmanagement. Die zentrale Datenbank und schnittstellenfreie Softwarearchitektur ermöglicht es, dass parallel zu den Fertigungsaufträgen auch Prüfpläne erstellt werden können. Daraus abgeleitet, steht bei der Anmeldung eines Auftrags am BDE-Terminal somit gleich der passende Prüfauftrag zur Verfügung.
Nach definierten Intervallen (zeit- oder taktbasiert) werden Prüffälligkeiten automatisch ermittelt und anstehende Prüfungen direkt am BDE-Terminal signalisiert. Der Werker gibt die jeweiligen Prüfergebnisse per Touchscreen-Tastatur ein oder übernimmt diese Messwerte direkt aus einem angeschlossenen Prüfmittel (zum Beispiel ein digitaler Messschieber). Auch hier werden Arbeitsabläufe optimiert, da alle Tätigkeiten bedienergeführt an einem Erfassungsterminal in unmittelbarer Nähe des Arbeitsplatzes vorgenommen werden können.
Kennzahlen auf Basis integrierter Datenbanken generieren
Ein wichtiges Werkzeug für das Management sind die Kennzahlen. Aus den erfassten Daten im MES lassen sich sowohl standardisierte als auch individuelle Kennzahlen berechnen und zum Beispiel in einem Kennzahlen-Cockpit visualisiert darstellen. Auch hier zeigen sich die Vorteile der Echtzeitfähigkeit des MES. Schichtbezogene Kennzahlen stehen unmittelbar nach Schichtende zur Verfügung. Kontinuierlich berechnete Werte werden permanent aktualisiert und geben jederzeit den aktuellen Status wieder.
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