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Mit MES effizienter stanzen oder biegen

| Autor / Redakteur: Nadja Neubig / Dietmar Kuhn

Mit MES (Manufacturing Execution System) kann sich der Werker an der Stanzmaschine auf seine Arbeit konzentrieren, ohne an Notizen oder Mengenzählungen denken zu müssen. Das macht den Arbeitsplatz auch sicherer.
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Mit MES (Manufacturing Execution System) kann sich der Werker an der Stanzmaschine auf seine Arbeit konzentrieren, ohne an Notizen oder Mengenzählungen denken zu müssen. Das macht den Arbeitsplatz auch sicherer. (Bild: MPDV)

Mit einem maßgeschneiderten integrierten Manufacturing Execution System (MES) können vor allem Blech verarbeitende Unternehmen trotz des hohen Automatisierungsgrades noch versteckte Wertschöpfungspotenziale aufdecken. Damit lässt sich ihre Fertigung effizienter gestalten und so am Standort Deutschland sichern.

Der Begriff MES versteht sich als Zusammenfassung fertigungsnaher Softwaretools, die in ihrer Gesamtheit einen effizienten Umgang mit Ressourcen entlang der Wertschöpfungskette ermöglichen. In vielen Köpfen schwirren noch Begriffe wie Betriebsdatenerfassung, Fertigungsleitstand, Materialwirtschaft oder CAQ herum – eine integrierte MES-Lösung fasst alle diese Funktionen zu einem modularen System zusammen und bietet somit einen ganzheitlichen Blick auf alle an der Produktion beteiligten Ressourcen.

Anbindung des Shop Floor macht aus der Planung eine punktgenaue Fertigungssteuerung

Ganz egal, ob es sich um das Stanzen, Biegen, Nieten oder andere Arten der Blechbearbeitung handelt, mit MES können Optimierungspotenziale entlang des kompletten Herstellungsprozesses ermittelt werden.

Zur Planung von Fertigungsaufträgen existieren viele Lösungen auf dem Markt. Die meisten haben jedoch keine Kenntnis über die aktuelle Situation in der Produktion und planen gegen unendliche Kapazität. Erst durch die direkte Anbindung des Shop Floor wird aus der reinen Planung eine punktgenaue Fertigungssteuerung.

Unerwartete Ereignisse werden sofort erkannt und die verantwortlichen Mitarbeiter können zeitnah reagieren. Sollte beispielsweise eine Stanzmaschine ausfallen, kann mittels grafischer Feinplanung im MES geprüft werden, welche alternative Maschine die anstehenden Aufträge übernehmen kann und wie sich das auf andere Aufträge auswirkt.

Mittels direkter Maschinenanbindung Daten automatisch ins MES übernehmen

Damit der Leitstand zur Fertigungssteuerung im MES die real verfügbaren Kapazitäten darstellen und beplanen kann, müssen Daten in der Fertigung erfasst werden, die Auskunft über die aktuellen Maschinenzustände, die laufenden Aufträge und deren Fortschritt geben. Durch eine kostengünstig zu realisierende, direkte Maschinenanbindung können viele Daten automatisch übernommen werden – andere, wie zum Beispiel das An- und Abmelden von Aufträgen, werden über industriegerechte Terminals direkt an der Maschine erfasst.

Somit entsteht den Werkern kein zusätzlicher Aufwand durch Handaufschreibungen und außerdem stehen die Informationen in Echtzeit zur Verfügung, was ein schnelles Reagieren ermöglicht. Zahlreiche grafische und tabellarische Auswertungen oder individuell gestaltete Kennzahlensysteme unterstützen die Meister, Schichtleiter und auch das Produktionsmanagement bei der Entscheidungsfindung, sei es kurz-, mittel- oder langfristig.

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