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Maturus Finance / Jäcklin

Mit Sale & Lease Back auf dem Weg zur Industrie 4.0

| Autor / Redakteur: Carl-Jan von der Goltz / Frauke Finus

Mit Rückenwind in die Zukunft: Der technologischer 
Wandel verlangt von den Machern der Branche 
Investitionsentscheidungen, um die Produktions-
technik umrüsten und anpassen zu können. 
Nicht immer stehen in diesen Sondersituationen die Hausbanken unterstützend zur Seite. Dann helfen alternative Finanzierungsmodelle wie Sale & Lease Back.
Mit Rückenwind in die Zukunft: Der technologischer 
Wandel verlangt von den Machern der Branche 
Investitionsentscheidungen, um die Produktions-
technik umrüsten und anpassen zu können. 
Nicht immer stehen in diesen Sondersituationen die Hausbanken unterstützend zur Seite. Dann helfen alternative Finanzierungsmodelle wie Sale & Lease Back. (Bild: Raul_Mellado)

Um den Herausforderungen wie immer komplexeren Teilen oder immer kleineren Losgrößen gewachsen zu sein, sind stetige Modernisierungen im Maschinenpark sinnvoll. Nicht immer steht in solchen Fällen die Hausbank zur Seite. Dann helfen alternative Finanzierungsmodelle wie Sale & Lease Back.

Vernetzte Fertigung, sich selbst wartende Maschinen und intelligente Prozessketten − die digitale Fabrik erobert auch die Branche der Blechbearbeitung. Innovationen sind notwendig, denn die Kunden fordern eine breite Produktvielfalt mit immer kleineren Losgrößen. Der Markt ist ausgereift und verlangt nach Hochwertigkeit sowie ansprechendem Design. Zudem sind die Erwartungen an die Funktionalität deutlich gestiegen. Die Vernetzung der weltweiten Märkte setzt die Blechbranche zusätzlich unter Druck. Neu ist auch der Anspruch an eine umweltverträgliche Produktion.

Diese Komplexität auf einem nie dagewesenen Niveau ist nur noch mit effizienten und hochflexiblen Lösungen zu beherrschen. Gefragt sind optimierte Fertigungsprozesse mit bester Planungssicherheit, größtmöglicher Flexibilität und höherer Produktqualität. Dafür ist technologischer Wandel notwendig. Der verlangt von den Machern der Branche Investitionsentscheidungen, um die Produktionstechnik flexibel umrüsten und anpassen zu können. Nicht immer stehen in diesen Sondersituationen die Hausbanken unterstützend zur Seite. Dann helfen alternative Finanzierungsmodelle wie Sale & Lease Back. Der Leasinggeber kauft bei dieser Art der Kapitalbeschaffung mobiles gebrauchtes Anlagevermögen, zum Beispiel Maschinen, an. Der Leasingnehmer least diese direkt zurück, kann durchgehend über sie verfügen und hat somit keinerlei Produktionsausfall. Mit Sale & Lease Back kann das Unternehmen seine (eigenen) stillen Reserven heben, die Eigenkapitalquote verbessern und frische Liquidität generieren – zum Beispiel für Restrukturierungsmaßnahmen oder die Investition in neue Technologien.

Die Finanzierungsstrategie mit Sale & Lease neu aufgestellt

„Schnell, unkompliziert und hilfsbereit“, beschreibt Julia Jäcklin die Zusammenarbeit mit der Maturus Finance GmbH. Seit 2005 leitet sie gemeinsam mit ihrem Cousin die Geschicke des Augsburger Unternehmens Jäcklin GmbH. Seit 2016 setzen die Schwaben auf das Modell Sale & Lease Back, kurz SLB. Die Geschäftsführerin erzählt, wie es dazu kam:„Wir wollten unsere Finanzierungsstrategie neu aufstellen und arbeiteten dafür mit einem Berater zusammen. Da wir Rotoren und Verdichter für Schraubenkompressoren fertigen, verfügen wir über einen großen Maschinenpark. Der Berater kam dann auf Sale & Lease Back zu sprechen und ich suchte im Internet nach Anbietern.“ Nachdem sie auf Maturus gestoßen war, rief die Wirtschaftsingenieurin in Hamburg an und sprach direkt mit Felix Liebig, Sachbearbeiter Leasing. „Wir hatten ein sehr gutes Gespräch und Herr Liebig machte einen kompetenten und hilfsbereiten Eindruck“, erinnert sich Jäcklin. „Der verantwortliche Kollege für das Business Development kam dann aus Hamburg zu uns ins Unternehmen, um den Maschinenpark einzuschätzen. Und dann ging alles ganz schnell: Innerhalb von sieben Wochen stand die Finanzierung.“

Neben der Überarbeitung der Finanzierungsstrategie, war die Entscheidung für Sale & Lease Back außerdem von dem Wunsch motiviert, sich von der Hausbank unabhängiger zu machen. Jäcklin hatte bereits schlechte Erfahrungen mit Beraterwechseln bei der Bank und unsicheren Zuständigkeiten gemacht. „Ich brauche als Unternehmerin einen zuverlässigen Finanzierer an meiner Seite. Die Banken bauen Stellen ab und meistens können die Berater nur bis zu einem gewissen Grad Entscheidungen treffen. Das wiederum nimmt dann viel Zeit in Anspruch – die ich im Alltag einfach nicht habe“, so die Bayerin. Bei der Maturus Finance hat sie einen geringen bürokratischen Aufwand, einen festen Ansprechpartner und schnelle Entscheidungswege innerhalb der Firma. Bereits im Vorfeld der eigentlichen Finanzierung ist der Geschäftsführerin das positiv aufgefallen: „Für das Ausfüllen der Unterlagen habe ich insgesamt vielleicht acht oder neun Stunden gebraucht. Das ist nicht mit dem Antrag auf einen Kredit bei der Bank zu vergleichen.“

Blech – ein bedeutender Wirtschaftszweig

Nicht nur der geringe bürokratische Aufwand, die allgemeinen Rahmenbedingungen haben so sehr überzeugt, dass das Unternehmen 2017 bereits die zweite Tranche über 1 Mio. Euro durch die Maturus Finance finanzieren ließ. Obgleich am Anfang Skepsis gegenüber alternativen Finanzierungsmodellen herrschte, sind Cousine und Cousin Jäcklin heute vom Nutzen einer SLB-Finanzierung überzeugt: „Auch wir haben immer auf den klassischen Hausbankkredit gesetzt. Ich arbeite ja im Unternehmen mit, seit ich 16 Jahre alt bin und man hatte den Kredit halt bei der Bank. Aber jetzt haben wir positive Eindrücke gesammelt und sind von einem strategischen Finanzierungsmix aus Bankkredit und Sale & Lease Back überzeugt“, so die Unternehmerin. Die Erfahrungswerte möchte sie auch ihren beiden Kindern mitgeben, die dann vielleicht in einigen Jahren als vierte Generation die Jäcklin GmbH übernehmen werden.

Für die nächsten Jahre hat sich das Unternehmen aus Augsburg gut aufgestellt. Die Branche der Blechbearbeitung ist wichtig, denn sie hat eine hohe volkswirtschaftliche Bedeutung. Allein in Deutschland arbeiten 850.000 Beschäftigte in diesem Wirtschaftszweig. Das entspricht einem Anteil von rund 120 Mrd. Euro am Bruttoinlandsprodukt. Rund 350 Forschungseinrichtungen forschen intensiv, um die Blechbearbeitungsunternehmen fit für die Zukunft zu machen und auf dem Weg zur Industrie 4.0 zu begleiten.

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