Schutzausrüstung Mitarbeiter in Gießereien unfallverhütend einkleiden

Autor / Redakteur: Silvia Mertens / Bernhard Kuttkat

Mitarbeiter in Gießereien dürfen in der Regel nicht auf eine Schutzausrüstung verzichten, die den ganzen Körper vor Verbrennungen durch Flammen, Funken und flüssige Metallspritzer schützt. Welche Schutzkleidung geeignet ist, hängt auch von der zu verarbeitenden Metallart ab.

Anbieter zum Thema

Ob Schmelzer, Gießer oder Putzer: Alle sind mit einer zu den Arbeitsbedingungen passenden persönlichen Schutzausrüstung (PSA) auszustatten. Welche Schutzbekleidung allerdings für wen und bei welcher Tätigkeit notwendig ist, zeigt erst eine genaue Beurteilung der Gefährdungen, die vom Arbeitgeber durchzuführen ist. Nur auf Basis der Gefährdungsbeurteilung kann der erforderliche Schutzumfang der Schutzbekleidung bestimmt werden.

Persönliche Schutzauusrüstung sorgfältig auswählen

Die Beurteilung der Gefährdungen sollte hinsichtlich der Ausstattung mit persönlicher Schutzausrüstung die folgenden Fragen beantworten: Welche Tätigkeiten sind von der Person, die Schutzkleidung trägt, durchzuführen? Welche Gefahren und Risiken gehen von diesen Tätigkeiten aus? Wurden bereits vor Verwendung von persönlicher Schutzausrüstung alle anderen Sicherheitsmaßnahmen ausgeschöpft? Wie hoch ist der erforderliche Schutzumfang der Schutzkleidung?

Eine gute Richtlinie bei der Auswahl der Kleidung ist die Norm EN ISO 11612 „Schutzkleidung – Kleidung zum Schutz gegen Hitze und Flammen“. Sie ist für Arbeitgeber und Einkäufer eine Orientierung beim Einsatz von Hitzeschutzkleidung und definiert unterschiedliche Leistungsstufen und Schutzfunktionen.

Für jede Metallart eine eigene Schutzausrüstung

Diese Norm macht auch deutlich, wie wichtig es ist, die Schutzkleidung entsprechend der Metallart, die bearbeitet wird, auszuwählen. Denn das Fasersubstrat, aus dem die Schutzkleidung gefertigt ist, muss sich für das jeweilige Metall eignen.

Das heißt, bei Arbeiten am Abstich, während des Umfüllens und bei allen anderen Arbeiten mit größeren Mengen flüssigen Eisens oder Kupfers kommt niemand an aluminisierter Kleidung vorbei. Aber Gewebe, die zum Beispiel hervorragend gegen flüssige Eisenspritzer schützen, eignen sich nicht bei flüssigen Aluminiumspritzern. Denn auf Grund seiner geringen Viskosität verhält sich Aluminium ganz anders als Eisen oder Kupfer.

(ID:330592)