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Forschungsfabrik Mikroelektronik Deutschland Moderne Forschungsgeräte und gebündeltes Wissen für Schlüsseltechnologie

| Redakteur: Beate Christmann

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) will die Halbleiter- und Elektronikindustrie in Deutschland und Europa stärken. Dazu investiert es 350 Mio. Euro in die Gründung der Forschungsfabrik Mikroelektronik Deutschland.

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Dr. Eva-Maria Stange, sächsische Wissenschaftsministerin und Stanislaw Tillich, Ministerpräsident des Freistaates Sachsen bei der symbolischen Enthüllung der Eingangsstele am Fraunhofer-Institut für Photonische Mikrosysteme in Dresden anlässlich der Aufnahme der Arbeit der sächsischen Beteiligten an der Forschungsfabrik Mikroelektronik Deutschland.
Dr. Eva-Maria Stange, sächsische Wissenschaftsministerin und Stanislaw Tillich, Ministerpräsident des Freistaates Sachsen bei der symbolischen Enthüllung der Eingangsstele am Fraunhofer-Institut für Photonische Mikrosysteme in Dresden anlässlich der Aufnahme der Arbeit der sächsischen Beteiligten an der Forschungsfabrik Mikroelektronik Deutschland.
(Bild: Jürgen Lösel/Fraunhofer-IPMS)

Es ist die größte Investition des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) in Forschungsgeräte seit der Wiedervereinigung: Mit 350 Mio. Euro unterstützt es die Gründung der Forschungsfabrik Mikroelektronik Deutschland (FMD). Die daran beteiligten elf Institute des Fraunhofer-Verbunds Mikroelektronik und zwei Institute der Leibniz-Gemeinschaft wollen ihr Wissen miteinander vernetzen, an einem Standort verfügbar machen und damit neuartige Angebote schaffen. Ziel des Projekts ist die Stärkung der Halbleiter- und Elektronikindustrie in Deutschland und Europa im globalen Wettbewerb.

Modernisierung und Erweiterung der Forschungsausstattung

„Mikroelektronik hat Systemrelevanz. Etablierte wie neue Branchen brauchen sie, um die digitale Zukunft zu meistern. Mit der Forschungsfabrik Mikroelektronik schaffen wir die erforderliche Forschungsausstattung und machen das neue Know-how für die Industrie verfügbar“, führte Prof. Georg Rosenfeld, Vorstandsmitglied der Fraunhofer-Gesellschaft, aus. Anfang August nahmen die vier in Sachsen beteiligten Fraunhofer-Instituten für Photonische Mikrosysteme IPMS, für Integrierte Schaltungen und Systeme IIS mit dem Institutsteil Entwicklung Adaptiver Systeme EAS, für Zuverlässigkeit und Mikrointegration IZM mit dem Institutsteil All Silicon System Integration Dresden ASSID sowie für Elektronische Nanosysteme ENAS ihre Arbeit auf. Für sie stehen rund 100 Mio. Euro der Fördermittel zur Verfügung für eine grundlegende Modernisierung und Erweiterung der vorhandenen Forschungsausstattung. Wichtigste Investitionsbereiche umfassen Anlagen für die Herstellung von neuartigen Mikrosystemen, Leading Edge CMOS Prozessen auf 300 mm Wafern, die 2.5/3D Waferlevelintegration sowie Geräteausstattung für Schaltungsdesign, Test und Zuverlässigkeitsprüfungen.

Eigene Entwicklungen aus Deutschland voranbringen

Stefan Müller, parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Bildung und Forschung Prof. Dr. Johanna Wanka, hob hervor, dass Deutschland mit der Forschungsfabrik Mikroelektronik in der Lage sein wird, mehr denn je wieder eigene Entwicklungen in der Mikroelektronik voranzubringen: „Unser Zukunftsprogramm erlaubt es den Instituten, in modernste, leistungsfähigste Anlagen, Labor- und Geräteausstattung zu investieren und so international herausragende Forschungsdienstleistungen anzubieten. In der Forschungsfabrik bündeln wir die landesweit vorhandene Forschung zu einem Know-how-Pool. Damit wollen wir Innovationen im Bereich der Mikroelektronik nicht nur hervorbringen sondern entlang der kompletten Innovationskette aus einer Hand verfügbar machen. So stärken wir eine wichtige Schlüsselindustrie, auch mit Blick auf Technologiesouveränität, Arbeitsplätze und Attraktivität des Standortes Deutschland.“

Über die Forschungsfabrik Mikroelektronik Deutschland

Mit den Investitionen in die Forschungsfabrik Mikroelektronik Deutschland und dem Rahmenprogramm Mikroelektronik aus Deutschland – Innovationstreiber der Digitalisierung unterstützt das BMBF Forschung und Innovation in der Mikroelektronik mit insgesamt rund 800 Mio. Euro bis 2020. Dies ist Teil eines Maßnahmenpaketes zur Förderung der Mikroelektronik in Deutschland, das die Bundesregierung auf den Weg gebracht hat. Die Mikroelektronik ist eine Schlüsseltechnologie für strategisch bedeutsame, starke Industriebranchen wie den Maschinen- und Automobilbau.

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