Phoenix Contact

Modulare Kleinsteuerung für Maschinen flexibel erweiterbar

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Direkter Anschluss von Feldgeräten und Antriebskomponenten

Modular aufgebaute speicherprogrammierbare Steuerungen (SPS) erhöhen oftmals den Preis für die gesamte Automatisierungslösung. Deshalb werden in den typischen Anwendungen des Sonder- und Kleinmaschinenbaus häufig monolithische Steuerungseinheiten eingesetzt. Sie verfügen zwar über vielfältige Funktionen, lassen sich jedoch im Bedarfsfall nur um wenige Module ausbauen.

Für diesen Anwendungsbereich hat Phoenix Contact daher zwei neue Kleinsteuerungen entwickelt: den ILC 191 ME/AN und den ILC 191 ME/INC. Beide Geräte unterstützen die beschriebenen Features der 100er Leistungsklasse, bieten also die Vorteile der Ethernet-basierten Kommunikation und können zudem flexibel um zahlreiche Module ergänzt werden. Darüber hinaus ist eine FPU (Floating Point Unit) in die Kleinsteuerung integriert, sodass sie Fließkommazahlen schnell berechnen kann und sich deswegen besonders für den Bereich der Regelungstechnik eignet (Bild 2).

Als neues Feature haben die ILC 191 ME/AN und ILC 191 ME/INC einen RS485/422-Anschluss, der im Halb- oder Vollduplexbetrieb verwendet werden kann und über Bausteine frei programmierbar ist. So können die Kleinsteuerungen direkt mit den Feldgeräten kommunizieren, ohne dass der Anwender ein zusätzliches Schnittstellenmodul erwerben muss.

Im Vergleich zur modularen Lösung ergibt sich somit ein nicht zu vernachlässigender Preisvorteil. Außerdem umfasst jedes Gerät eine zweikanalige Puls-/Richtungsschnittstelle, die auch als Frequenzgenerator oder zur Pulsweitenmodulation nutzbar ist. Dadurch lassen sich sowohl Schrittmotortreiber direkt mit der Steuerung verbinden als auch entsprechende Frequenzumrichter direkt mit Signalen versorgen (Bild 3).

Kostengünstige Bedienung von zwei analogen unabhängigen Regelkreisen

Der Unterschied zwischen dem ILC 191 ME/AN und dem ILC 191 ME/INC liegt in einigen Funktionen. Der ILC 191 ME/AN beinhaltet beispielsweise eine zweikanalige analoge Ein-/Ausgangskonfiguration, über die das Gerät zwei 0-bis-10-V-Spannungssignale einlesen und ausgeben kann. Im Gegensatz dazu sind zwei schnelle Zähler mit bis zu 200 kHz Grenzfrequenz und zwei Eingänge für asymmetrische Inkrementalwertgeber in den ILC 191 ME/INC implementiert. Durch diese Kombination bietet sich der ILC 191 ME/AN für Applikationen in der Prozessautomation an.

Zur Umwandlung der häufig eingesetzten 4-bis-20-mA-Stromsignale umfasst das Portfolio von Phoenix Contact passende Signalkonverter. Daher kann die Steuerung ohne weiteren Aufwand zwei analoge unabhängige elektrische Kreise regeln, beispielsweise für die Temperatur-, Durchfluss-, Geschwindigkeits- oder Massestromregelung. In diesem Fall werden die Sensoren direkt aus der integrierten 10-V-Referenzspannungsquelle versorgt (Bild 4).

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