Handhabungstechnik

Modularer Schwerlast-Rundtisch verkürzt Taktzeit im Karosseriebau

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Während Rundtische mit fester Teilung bei jedem nicht genutzten Takt kurz verzögern, lässt sich beim Fibromat variabel festlegen, wie viele Stopps verzögerungsfrei angefahren werden sollen. Mithilfe einer Indexiereinheit können bei der Baugröße AT1000 bis zu 22 Positionen definiert werden. Die Teilgenauigkeit liegt dann bei ± 20 Winkelsekunden, die Wiederholgenauigkeit bei 10 Winkelsekunden.

Rundtisch-Getriebe nicht selbsthemmend

Weil das Getriebe – anders als bei konventionellen Positioniertischen mit Zylinderkurve – nicht selbsthemmend ist, wird die Kraft bei einem plötzlichen Stromausfall oder Not-Stopp nicht auf die Kurve übertragen. Damit sind durch Not-Stopp-Situationen verursachte Schäden an der Antriebsmechanik ausgeschlossen. Ein weiterer Pluspunkt: Der Automationstisch schwingt selbst bei großen Aufbauten während der Positionierungsphase nicht auf.

Der in der Anlage eingesetzte Fibromat AT1000 hat eine maximal zulässige Transportlast von 12.000 kg. Bei einem Aufbaudurchmesser bis 6000 mm liegt das maximale Trägheitsmoment bei 12.000 kgm² – ein Wert, der in der bisherigen Anwendung bei Weitem nicht ausgeschöpft wird und reichlich Spielraum für Modifikationen bietet.

Eine weitere Besonderheit des Rundtisches ist die hohe Flexibilität bei der Motorenausstattung. In der Basisausführung ohne motorischen Antrieb kann er manuell gedreht oder über einen Roboter angetrieben werden. Mit einem Motor ausgestattet deckt er bereits die meisten aller möglichen Anwendungen ab. Mit zwei parallelen Antrieben wiederum lassen sich besonders kurze Schaltzeiten realisieren, das Regelverhalten bei großen Lasten optimieren oder die Not-Stopp-Zeiten verkürzen.

Antriebe des Rundtisches lassen sich mit minimalem Aufwand ausbauen

Die Antriebe sind so platziert, dass sie sich mit minimalem Aufwand und ohne Demontage der Anschlusskonstruktion nach unten ausbauen lassen. In der Grundversion ist der Positioniertisch mit einem Asynchron-Servogetriebemotor mit vorkonfiguriertem Antriebsumrichter ausgestattet. Ebenso gut können alle anderen gängigen Motortypen bekannter Hersteller eingesetzt werden. So wurden im vorliegenden Fall gemäß Kundenspezifikation ein AC-Servo-Motor von Lenze und ein Kegelradgetriebe von SEW eingesetzt.

Über eine Indexiereinheit sind zunächst zwei Stopppositionen eingestellt, die jederzeit geändert werden können. Eine Schleifringübertragung stellt sicher, dass der Rundtisch bei Bedarf auch mehrere Stopppositionen durchdrehend anfahren kann.

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