Montagesimulation ermöglicht frühzeitige Fehlererkennung

Redakteur: MM

Ein 3D-CAD-System unterstützt direkt die Montagesimulation. Damit lassen sich anhand eines 3D-Modells Montageabläufe kontrollieren und eventuelle Fehler frühzeitig erkennen. Zusätzlich entstehen auf...

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Ein 3D-CAD-System unterstützt direkt die Montagesimulation. Damit lassen sich anhand eines 3D-Modells Montageabläufe kontrollieren und eventuelle Fehler frühzeitig erkennen. Zusätzlich entstehen auf diesem Weg ohne Mehraufwand dreidimensionale Explosionsdarstellungen des Produkts, die sich als Montageanleitung nutzen lassen. Die montagegerechte Gestaltung eines Produktes ist heute ein wichtiges Element im Rahmen der Produktentwicklung. Sowohl bei der Montage als auch bei allen Wartungs- und Reparaturarbeiten, bei denen das Produkt später demontiert werden muss, kann eine nicht optimale Gestaltung zu erheblichen Zusatzkosten führen. Eine verständliche Montageanleitung sollte daher unverzichtbarer Bestandteil der technischen Dokumentation eines Produktes sein. In der Regel findet man hier Explosionsdarstellungen des Produktes in perspektivischer Darstellung. Bei 2D-CAD-Systemen müssen diese jedoch als zusätzliche Zeichnung erstellt werden, was zwangsläufig einen erhöhten Zeit- und damit auch Kostenaufwand mit sich bringt. Wesentlich effektiver ist der Einsatz eines 3D-CAD-Systems wie HiCAD 2 von der ISD Software und Systeme GmbH, Dortmund, das die Montagesimulation direkt unterstützt. Das Produkt wird stufenweise zerlegtAusgehend vom 3D-Modell eines Produktes kann mit dem Programm die Montage und Demontage ganz einfach simuliert werden. Mit speziellen Transformationsfunktionen wird ein Bauelement oder eine ganze Baugruppe auf frei wählbaren Raumachsen bewegt und das Produkt so stufenweise zerlegt. Die Transformationen laufen dabei im Teach-in-Modus ab und werden protokolliert (Objekt, Transformation und Reihenfolge der Transformationen). Nach Abschluss dieser Demontage verfügt HiCAD 2 über alle notwendigen Kenntnisse, um die Montage und Demontage jederzeit wieder ablaufen zu lassen. Dieser Ablauf kann sowohl automatisch als auch in Einzelschritten erfolgen. Der aktuelle Zustand des Modells (demontiert oder montiert) wird dabei automatisch erkannt. Während der Montagesimulation besteht die Möglichkeit der Kollisions-kontrolle. Jede Transformation wird hier in Teilschritte zerlegt, so dass nach jedem Teilschritt geprüft werden kann, ob das bewegte Objekt mit anderen Objekten des Modells kollidiert. Wenn ja, wird die genaue Geometrie der Kollision ermittelt und dargestellt. Der Anwender kann die Kollision analysieren und zu deren Behebung entweder veränderte Transformationsschritte oder gegebenenfalls konstruktive Veränderungen durchführen. Negative Überraschungen beim Modell- oder Prototypenbau bezüglich der Montierbarkeit des Produktes lassen sich so vermeiden. Als zusätzliches Hilfsmittel für die technische Dokumentation generiert das 3D-CAD-System bei Bedarf automatisch eine zeichnerische Spurdarstellung, anhand derer die verschiedenen Montageschritte veranschaulicht werden können. Die HiCAD-2-Montagesimulation ist damit ein effektives Werkzeug, um die Montageabläufe eines Produktes anhand seines 3D-Modells zu kontrollieren und zu bewerten. Eventuelle Fehler können frühzeitig erkannt und vermieden werden. Das führt zur Verbesserung der Produktqualität und reduziert letztlich auch die Kosten. Quasi als Nebenprodukt entsteht die zeichnerische Darstellung der Montageanleitung. Auch dem Vertrieb oder der Marketingabteilung bieten sich so neue Möglichkeiten der Produktpräsentation.

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