Ä Äugli g`worfe` Schweizer Reedrei MSC interessiert sich erneut für Hapag-Lloyd

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

Die weltgrößte Reederei heißt MSC und hat einem Pressebericht zufolge ein Auge auf Deutschlands größte Containerreederei Hapag-Lloyd geworfen ...

Die Großreederei MSC respektive ihr Patron Gianluigi Aponte spechtet schon länger darauf, bei Hapag-Lloyd den Fuß in die Tür zu kriegen. Bisher hat es nicht geklappt. Doch es rumort wohl in den Reihen der Ankeraktionäre ...(Bild:  MSC)
Die Großreederei MSC respektive ihr Patron Gianluigi Aponte spechtet schon länger darauf, bei Hapag-Lloyd den Fuß in die Tür zu kriegen. Bisher hat es nicht geklappt. Doch es rumort wohl in den Reihen der Ankeraktionäre ...
(Bild: MSC)

MSC-Patron Gianluigi Aponte würde, wie jetzt herauskam, gern beim deutschen Rivalen einsteigen und bei der Nummer fünf der Branche auf Sicht die Mehrheit übernehmen. Das berichtete jedenfalls das Manager Magazin unter Berufung auf Insider. Aponte klopfe bekanntlich auch schon länger bei den Haupteignern von Hapag-Lloyd an, wurde aber stets abgeschmettert. Dennoch gebe er dieese Ambition nicht auf. Ein Sprecher von Hapag-Lloyd wollte dazu keine allerdings keine Stellung nehmen. Die Hamburger Reederei ist außerdem durch einen Pakt der Ankeraktionäre geschützt. Jeweils 30 Prozent des Kapitals halten der Logistikunternehmer Klaus-Michael Kühne und die chilenische Reederei CSAV. Ein Vertrag bindet beide Seiten, an ihrem Investment festzuhalten und mit einer Stimme zu sprechen, so das Magazin. Der Pakt sollte ursprünglich 2026 auslaufen, ist wohl aber bis Ende 2030 verlängert worden.

In Chile dämmert ein Hoffnungsschimmer herauf

Die Hoffnung auf die Erfüllung des Wunsches könnten sich nun aber durch den chilenischen Aktionär mehren. Denn dort hätten sich bei der Muttergesellschaft von CSAV, dem Mischkonzern Quiñenco, die Machtverhältnisse geändert. Der langjährige Unternehmenschef Francisco Pérez Mackenna ist demnach im Februar abgetreten, um chilenischer Außenminister zu werden. Seinem Nachfolger Macario Valdés Raczynski, der als Zahlenmensch gilt, liegt die Schifffahrt nicht am Herzen, heißt es weiter. Der heimliche Schutzpatron der Sparte, Quiñenco-Patriarch Andrónico Luksic Craig, habe sich mittlerweile zurückgezogen und überlasse jüngeren Familienmitgliedern das Feld. Aponte könnte womöglich mit einem attraktiven Kaufangebot den neuen Unternehmenschef dazu anregen, über dessen Anteil an Hapag-Lloyd nachzudenken. Fallen die Chilenen weg, könnten vielleicht auch die arabischen Großaktionäre aus Katar und Saudi-Arabien zum Verkauf bereit sein, wie manche glauben. Beide zusammen besitzen 22,5 Prozent an Hapag-Lloyd.

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