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Materialflexible Anlagentechnik
Sie eignet sich laut Hersteller zur Verarbeitung unterschiedlichster Matrixmaterialien, wie Epoxid, Polyurethan oder in Zukunft auch Polyamid 6. Als Verstärkungsfasern kommen dabei Fasern aus Glas, Carbon, Basalt oder Aramid infrage. Auch die direkte Einarbeitung von Additiven, wie Mineralfüllstoffen, Pigmenten oder Flammschutzmitteln sei möglich. Mit den iPul-Pultrusionsanlagen sind sowohl lineare Profile, Profile mit komplexen Querschnitten als auch zwei- und dreidimensional gekrümmte Komponenten im patentierten Radius-Pultrusionverfahren herstellbar. Krauss-Maffei kooperiere dabei intensiv mit der Thomas Technik in Bremervörde, der Erfinderin der Radius-Pultrusion und erfahrener Anbieterin von Pultrusionssystemen, die sich sehr gut mit den Dosieranlagen von Krauss-Maffei ergänzen ließen.
Radius-Pultrusion als Chance für Bauherren
Hoher Faservolumengehalt und damit eine hohe Festigkeit bei geringem Gewicht charakterisieren pultrudierte Profile und prädestinieren sie, wie Krauss-Maffei sagt, für den Einsatz in der Bau- und Windkraftindustrie. Am Beispiel dreier ausgewählter Anwendungen und in Kooperation mit Partnern aus der Chemie demonstriere man die Machbarkeit und Vorteile der neuen Pultrusionsanlage.
Polyurethanbasierte Profile, zum Beispiel für großflächige Fenster, und gleichzeitig schmale Rahmen, seien etwa das Thema der Zusammenarbeit mit Covestro. Pultrudierte PUR-Profile bieten dazu deutlich bessere mechanische Kennwerte als Profile aus PVC, heißt es. Die Isolationseigenschaften sind hervorragend, ihre Herstellung ist relativ günstig – vor allem im Vergleich zu marktüblichen Aluminiumprofilen. „Wir sehen hier einen attraktiven Zukunftsmarkt, insbesondere beim Bau öffentlicher Gebäuden, Büros oder anderen Institutionen“, ergänzt Wolfgang Hinz, Business Development Pultrusion bei Krauss-Maffei.
Das zweite Anwendungsbeispiel mit Epoxy-Material in Kombination mit Glasfasern stammt ebenfalls aus dem Bereich Bauindustrie. Partner bei dem Projekt ist Evonik.
Stabilere Windkraftgiganten
Die dritte Anwendung stammt aus der Windkraft: bei dieser geht es um die Herstellung pultrudierter Verstärkungselemente für besonders großflächige Rotorblätter in Windkraftanlagen. „Zusammen mit unserem Partner Huntsman treiben wir die Entwicklung neuer Epoxy-Materialien und Pultrusions-Anlagentechnik intensiv voran “, so Hinz. Fokussiert werde dabei der großserientaugliche Einsatz neuer Epoxy-Systeme für pultrudierte carbonfaserverstärkte Bauteile, die den hohen Produktionsvolumen in der Windkraftindustrie optimal gerecht werden sollen.
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