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Werkzeugschleifen Nachgeschliffene Werkzeuge stellen Originale in den Schatten

| Redakteur: Peter Königsreuther

Kopp Schleiftechnik minimiert nach eigenen Angaben jetzt den Weg zum anwendungsbezogen optimal geschliffenen Zerspanungswerkzeug. Dabei erreiche man die Höchstleistung mit geringstem Materialverlust.

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Nachschleifen statt ersetzen, rät Kopp Schleiftechnik bezüglich verschlissener Werkzeuge. Nicht selten hebt der Gang zum Nachschleifexperten das Werkzeug in höhere Performance-Level als es der Schliff des Originalherstellers vermögen kann, so Kopp.
Nachschleifen statt ersetzen, rät Kopp Schleiftechnik bezüglich verschlissener Werkzeuge. Nicht selten hebt der Gang zum Nachschleifexperten das Werkzeug in höhere Performance-Level als es der Schliff des Originalherstellers vermögen kann, so Kopp.
(Bild: Kopp)

Es gibt Originale, die lassen sich durch nichts ersetzen, heißt es. Denn bestimmte Musiktitel entfalten nur in der Urfassung ihre Faszination und gewisse Sportwagen-Jugendträume werden auch mit leistungsmäßig ebenbürtigen Pendants zumindest emotional nicht erfüllt. Doch hin und wieder begeistern gerade „Neuauflagen“, weil sie das Beste der Vorlage übernommen und verfeinert haben. „Nun zeichnet sich die Zerspanungsbranche weniger durch ihre ausgesprochene Emotionalität aus als durch das beständige Streben nach dem besten System für die jeweilige Aufgabe. Schon deshalb ist ‚Original‘ hier kein Etikett, auf dem man sich ausruhen kann. Vielmehr ist die Suche nach dem Optimalschliff das, was uns als Werkzeugschleifer antreibt“, erläutert Achim Kopp, Geschäftsführer der Kopp Schleiftechnik GmbH aus dem hessischen Lindenfels-Winterkasten.

Leistungsmaximum im zweiten oder dritten „Leben“

Die Frage nach dem USP, also dem Alleinstellungsmerkmal in Sachen Originalschliff, beschäftigte laut Kopp auch den Fachverband Deutscher Präzisions-Werkzeugschleifer (FDPW). Die einhellige Verbandsmeinung lautet: „Optimalschliff ist besser als das Original“. Mit dieser Kampagne reagiert der FDPW auf die Offensive der Werkzeughersteller, die den „Originalschliff“ als beste Option verteidigen, merkt Kopp an. „Ist bei hochwertigen Ersatzteilen das ‚Original‘ stets die erste Wahl, können verschlissene Werkzeuge in ihrem zweiten oder dritten Leben oftmals zu neuer Leistungsgröße aufsteigen – nämlich dann, wenn sich erfahrene Schneidwerkzeug-Mechaniker mit modernster CNC-Technik ihrer annehmen“, betont Jürgen Kopp, der die technische Leitung bei Kopp Schleiftechnik verantwortet.

„Operationsaufwand“ hängt vom Potenzial des „Patienten“ ab

Ob dabei „minimalinvasiv“ oder „mit großem Besteck“ operiert wird, hänge vom jeweiligen Potenzial des zu behandelnden Werkzeugs ab. „Dazu analysieren unsere Mitarbeiter seinen Zustand und bestimmen den kleinstmöglichen Abtrag, der dennoch zur optimalen Schärfe führt“, so Kopp. Weil eventuell weitere Nachschliffe oder gar eine Umarbeitung angedacht sind, geht Kopp in dieser Phase besonders sorgsam vor. Der technische Leiter sagt: „Schließlich verlangt der Kunde ein performantes Werkzeug mit hoher Lebenserwartung. Und laut Rückmeldungen stehen die nachgeschliffenen Werkzeuge den Neuwerkzeugen in Sachen Leistung in nichts nach und lassen sich mit den gleichen Parametern wie zuvor nutzen.“

Das ruhende Auge im Werkzeughandling-Hurricane

Hersteller kennen die Originalgeometrie ihrer Werkzeuge bis ins kleinste Detail – das ist jedem klar. Doch manchmal sind es nur kleinste, wohldosierte Eingriffe, mit denen sich Leistung oder Standzeiten weiter optimieren lassen, betonen die Kopp-Entscheider. Und zwar, indem renommierte Nachschleifer dem Anwender verdeutlichten, welcher zerspanerische Schatz im entsprechenden Werkzeug noch gehoben werden könne, und zwar unabhängig vom Hersteller. „Das ist auch gut so, denn die meisten unserer Kunden haben Tools vieler verschiedener Werkzeughersteller im Einsatz. Was für eine Aufgabe, wenn diese nachgeschliffen werden sollen! Müssen sie dann etwa jeweils zum Hersteller geschickt werden? Der logistische Aufwand wäre immens“, so Jürgen Kopp. Verlasse man sich dagegen auf einen kompetenten Ansprechpartner, der in allen Zerspanungsfragen beraten kann, vereinfache das den Produktionsalltag deutlich.

Die Vorteile beginnen laut Kopp schon beim Handling: Statt viele Pakete an verschiedene Unternehmen zu senden, werden die „Werkzeugpatienten“ in speziellen Transportboxen gesammelt und per Paketdienst oder Kurier zu Kopp geschickt. „Für Kunden aus der Region haben wir zusätzlich einen Abhol- und Lieferservice eingerichtet, der die nachgeschliffenen Werkzeuge auf Wunsch bis an die Produktionslinie bringt“, merkt Jürgen Kopp an.

Brenzlige Deadlines vor der Entzündung löschen

Das Schlimmste, was einen im Produktionsalltag überfallen kann: Die Deadline rückt unweigerlich näher – und dann fällt eines der wichtigsten Werkzeuge aus. „Um dem Kunden in solchen Situationen den Stress zu nehmen, schaffen wir bei derartigen Aufträgen flexibel Produktionskapazitäten. Damit ist dem Zerspaner nicht nur kurzfristig geholfen, denn langfristig spart das sogar Lagerhaltungskosten, da er insgesamt weniger Werkzeuge vorhalten muss. Obendrein ist somit ein verschlissenes Werkzeug kein Grund mehr zur Panik“, weiß Achim Kopp.

Neuwerkzeugqualität ohne Neukauf? Durch Nachschleifen bei kompetenten Unternehmen lässt sich das erfüllen – und von Performanceseite her sogar übertreffen. „Wir werden von vielen zufriedenen Nachschleifkunden geschätzt, für namhafte Hersteller sind wir sogar als autorisierte Nachschleifer etabliert – unser Servicepaket trifft den Nerv auch anspruchsvoller Zerspaner. Denn die lassen zunehmend lieber ein gutes Original durch uns zur Optimallösung upgraden“, so Achim Kopp.

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