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Nachhaltigkeitsranking für Zulieferer
Für Zulieferer kann das Thema aus anderen Gründen in den kommenden Jahren noch eine hohe Relevanz bekommen. Große Unternehmen ziehen bei der Auswahl der Lieferanten den Aspekt der Nachhaltigkeit in ihre Betrachtung mit ein. Dies gilt auch für die derzeit durch das „Dieselgate“ unter Druck stehende Automobilindustrie – eine Branche, die für die Zuliefererbranche hohe Bedeutung hat.
So hat beispielsweise Audi im April ein Nachhaltigkeits-Rating für Lieferanten eingeführt. Ziel sei es, künftig nur Unternehmen mit einem positiven Rating zu beauftragen. Damit engagiere sich Audi noch stärker für eine nachhaltige Wertschöpfungskette. Das Rating basiere auf einem Vor-Ort-Check am Produktionsstandort des Lieferanten sowie einer Selbstauskunft. Der Hersteller startet das Rating bei der Lieferantenauswahl für den neuen Elektro-SUV Audi E-tron sowie den Nachfolger des Audi A3.
„Eine nachhaltige Lieferkette ist für uns ein wichtiges strategisches Ziel“, sagt Dr. Bernd Martens, Audi-Vorstand für Beschaffung. „Dieses gehen wir nun noch proaktiver an: Wir prüfen vorab und vor Ort, ob Lieferanten nachhaltig handeln. Nur wer unsere Standards einhält, kann Audi-Partner werden.“ Mit dem neuen Rating sorge Audi für noch mehr Transparenz und würdige Umweltschutz und gute Arbeitsbedingungen bei Vergaben. „Damit wird Nachhaltigkeit zu einem ebenso wichtigen Auswahlkriterium wie Kosten, Qualität, technologische Kompetenz und Innovationskraft.“ Seit April rollt das Unternehmen das Rating sukzessive aus, dabei liegt der Fokus zunächst auf Zulieferern für Kaufteile und Komponenten.
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