Mehr Wertschöpfung Nachreiner vertieft Know-how zur Zerspanungswerkzeug-Herstellung

Redakteur: Peter Königsreuther

Nach eigener Aussage macht sich der Werkzeughersteller Nachreiner in vielen Aspekten fit für die Zukunft. Dazu gehört auch die Integration von Beschichtungssystemen.

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Der Zerspanungsspezialist Nachreiner hat seine Wertschöpfungskette erweitert. Der Werkzeughersteller schleift nicht nur, sondern beschichtet seine Produkte mithilfe von Cemecon-Systemen.
Der Zerspanungsspezialist Nachreiner hat seine Wertschöpfungskette erweitert. Der Werkzeughersteller schleift nicht nur, sondern beschichtet seine Produkte mithilfe von Cemecon-Systemen.
(Bild: N. Pudimat / Nachreiner)

Nachreiner hat deshalb eine weitere Produktionshalle für die Fertigung gebaut und in Betrieb genommen. Außerdem nutze man die coronabedingte Konjunkturdelle, um sich sowohl produktionstechnisch als auch im Support- und Servicebereich für die Zukunft besser aufzustellen. Eines der Erfolgsrezepte, das die Nachreiner-Zerspanwerkzeuge in Sachen Leistung von anderen Anbieter abhebe, sei das spezielle Hartmetall aus dem die Rohlinge gefertigt werden. Gute Partner, die eine konstant hohe Hartmetallqualität lieferten, würden das außerdem unterstützen. Dazu gehört etwa ein Ultrafeinstkorn-Hartmetall für Werkzeuge, die im Werkzeug- und Formenbau eingesetzt werden. Nachreiner präzisiert, dass wegen der besonderen Zusammensetzung mit Korngrößen unter 1 µm sowie einem abgestimmten Anteil von Kobalt in der Binderphase auch zähe und harte Werkstoffe wirtschaftlich bearbeitet werden können. Das Hartmetall garantiere auch sehr stabile Schneidkanten, die Nachreiner durch besondere Kantenpräparation noch widerstandsfähiger gegen Sprödbruch mache.

Beschichtung mit Hartstoffen steigert die Werkzeugqualität

Der Fokus auf Qualität setzt sich bis in die Werkzeugschleiferei, dem Kern-Kompetenzzentrum von Nachreiner, fort. Denn dort geht man sogar soweit, dass die Rohlinge respektive Halbzeuge vor dem Schleifen noch gewaschen werden und selbst von kleinsten, eventuellen Verunreinigungen befreit werden. Mit der Integration einer Beschichtungsanlage aus dem Hause Cemecon, genauer gesagt, einer CC800-Hipims-Beschichtungsanlage, können die Zerpanwerkzeuge nun auch mit Hartstoffschichten ausgestattet werden, die zu den besten gehören, die es momentan gibt, heißt es. Das Hipims-Verfahren sei so flexibel, dass Nachreiner auch noch unbekannte Zerspanungsherausforderungen mit angepassten Beschichtungen zu meistern im Stande sei, die man sogar selbst entwickeln könne. Alle Elemente des Periodensystems können als Schichtwerkstoffe herangezogen werden, heißt es dazu. Die Kombinationsmöglichkeiten für Schichtwerkstoffe seien deshalb fast unbegrenzt.

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Die Beschichtungsanlage erzeugt glatte, dropletfreie und spannungsarme Beschichtungen, die gleichzeitig hart und zäh sind, betont Cemecon. Dabei stelle die hohe Metallionisation eine sehr gute Haftung sicher, die im Kratztest rund 130 N aushalte. Die gleichmäßige Schichtdickenverteilung unterstützt den Verschleißschutz der Zerspanwerkzeuge – egal, ob sie im Mikrobereich, zur Schwerzerspanung oder zur Hartbearbeitung im Medizinsektor eingesetzt werden sollen, macht Nachreiner klar. Mit dieser Art der flexiblen Werkzeugveredelung will sich das Unternehmen von anderen Wettbewerbern unterscheiden, und zukunftsfähig bleiben.

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