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Der natürliche Verbundwerkstoff könnte künftig im Automobilbau zur Anwendung kommen. „Eine realistische Zielstellung ist es, zum Beispiel eine Instrumententrägertafel aus rayonverstärktem Polylactid zu fertigen“, sagt Ganster, der die Abteilung Materialentwicklung am Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP in Potsdam-Golm leitet.
Mechanisches Eigenschaftsprofil entspricht dem von Kurzglasfaser-Verbunden
Cellulosische Spinnfasern werden als Alternative zu Kurzglasfasern angesehen – auch in anderen Verbundwerkstoffen. „Das mechanische Eigenschaftsprofil inklusive der Schlagzähigkeit und Zugfestigkeit von cellulosefaserverstärktem Polypropylen entspricht dem von typischen Kurzglasfaser-Verbunden", erläutert Ganster. „Dabei weisen Rayonfasern eine geringere Dichte und Abrasivität auf.“ Das ermögliche Leichtbau und schone die Verarbeitungsmaschinen.
Forscher zeigen Polypropylen-Innenverkleidung mit Rayonfaserverstärkung für Automobiltüren
Ein weiterer Vorteil: Die Verbundwerkstoffe lassen sich besser recyclen und – am Ende der Lebensdauer – rückstandsfrei verbrennen. Auf der Fachschau für Nachwachsende Rohstoffe stellen Fraunhofer-Forscher eine Innenverkleidung aus Polypropylen mit Rayonfaserverstärkung für Automobiltüren vor.
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