Forschungsverbund Biopolymere Natürliche Verbundwerkstoffe auf der grünen Woche

Redakteur: Josef-Martin Kraus

Fraunhofer-Forscher haben natürliche Verbundwerkstoffe entwickelt, die sich im Automobilbau nutzen lassen. Auf der Naturtec, der Fachschau für nachwachsende Rohstoffe auf der Grünen Woche in Berlin werden derzeit Ergebnisse vorgestellt, die zeigen dass biobasierte Polymere sich nicht nur für Verpackungen und Eingweggeschirr eignen.

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Der biobasierte Verbundwerkstoff wird im Extruder hergestellt. (Bild: Fraunhofer IAP/Armin Okulla)
Der biobasierte Verbundwerkstoff wird im Extruder hergestellt. (Bild: Fraunhofer IAP/Armin Okulla)

Biobasierte Kunststoffe haben einige Vorzüge: Sie lassen sich aus nachwachsenden Rohstoffen gewinnen und sind meist biologisch abbaubar. Allerdings haben Biopolymere wie zum Beispiel Polymilchsäure (Polylactid, PLA), einen Nachteil: Sie sind spröde und ihre Schlagzähigkeit ist gering.

Verbund komplett biobasiert und bioabbaubar

Fraunhofer-Forscher haben nun Polymilchsäure und weitere natürliche Kunststoffe mit Spinnfasern aus Cellulose (Rayon) verstärkt. Diese Kombination ermöglicht, dieser Verbund komplett biobasiert und bioabbaubar, aber dennoch stabil ist. Er verliert die für Biopolymere typische Sprödigkeit. Die Schlagzähgigkeit steigt.

Schlagzähigkeit des Polylactid mehr als verdreifach

„Die Rayonfasern haben die Schlagzähigkeit des Polylactid mehr als verdreifacht“, berichtet Dr. Johannes Ganster, Koordinator des Forschungsverbundes Biopolymere, an dem drei Institute und 14 Industriepartner beteiligt sind. Auch die Zug- und Biegefestigkeit des Biopolymers konnten gesteigert werden. Das Material lässt sich im Spritzgießverfahren verarbeiten.

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