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WFL-Technologiemeeting

Neue Funktionen im Rahmen von Industrie 4.0

| Redakteur: Victoria Sonnenberg

Vom 26. bis 28. März lud WFL zum Technologiemeeting ins Headquarter nach Linz.

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Impressionen vom diesjährigen WFL-Technologiemeeting.
Impressionen vom diesjährigen WFL-Technologiemeeting.
(Bild: WFL)

Beim WFL-Technologiemeeting lag der Schwerpunkt auf den neuen Funktionen im Rahmen von Industrie 4.0. Die Messebesucher konnten sich einen Überblick über die gesamte WFL-Produktpalette im Headquarter in Linz verschaffen. Angefangen vom kleinsten Maschinenmodell, der M30 Millturn, bis zur M120 Millturn, wurden die gefragtesten Maschinenkonfigurationen abgedeckt. Anwendungen aus der Luftfahrt, der Kunststoffindustrie und dem Hightech-Maschinenbau bildeten dabei die wichtigsten Bereiche. Zudem wurden Automatisierungslösungen, die neuesten Technologien und praxisnahe Fachvorträge präsentiert.

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Neben den Maschinenhighlights zeigte WFL eine breite Palette an führenden Technologien: vor allem Verzahnungslösungen wie Profilfräsen und Invo Milling sowie Prismenbearbeitungswerkzeuge für Tiefbohr- und komplexe Innenbearbeitungen – zum Beispiel mittels Coro-Plus-Bohrstange sowie die Schneckenbearbeitung sind besonders zu erwähnen. Bei der additiven Fertigung, etwa mit dem Diodenlaser, zeigt sich der Nutzen speziell beim Auftragen von Materialien mit besonderen Eigenschaften und komplexer Geometrien. Inprozess-Ultraschallmessen, Schleifen und prozessbegleitende Körperschallmessung sowie die Komplettbearbeitung von Turbinenschaufeln waren weitere Highlights im Programm.

Zur maximalen Produktivitätssteigerung verfügt WFL Millturn Technologies gemeinsam mit dem Tochterunternehmen FRAI Elektromaschinenbau über jahrzehntelanges Knowhow und bietet unterschiedliche Automatisierungsvarianten zur bestmöglichen Nutzung. Das Produktspektrum reicht von Stangenladern über Portallader bis hin zu Knickarmrobotern. Selbst für Kleinserienproduktion ist die Automatisierung ein zunehmend essentieller Produktivitätsvorteil.

Roboterzelle mit Transportwagen-Abstellplätzen und Greifer-Wechselsystem

Neue Produktivitätsmaßstäbe wurden auf dem Technologiemeeting durch eine Roboterzelle mit Transportwagen-Abstellplätzen und Greifer-Wechselsystem für die M30-G Millturn gesetzt. Die Maschine ist mit einem automatischen Greifer-Wechsel-System mit zwei unterschiedlichen Greifköpfen für Wellen- und Futterteile ausgestattet. Für die Wellenteile wurden zwei einzeln angesteuerte Parallelgreifer nebeneinander aufgebaut, sodass Bauteile mit zwei Greifpositionen aufgenommen werden können. Bei den Parallelgreifern kommt ein Backensatz auf einem Schnell-Verstell-System zum Einsatz. Diese Greifer decken Roh- und Fertigteildurchmesser ab.

Innovative Werkzeuge erkennen Belastungsspitzen

Erstmals präsentierten WFL Tooling Solutions innovative Werkzeuge, die eine bessere Zugänglichkeit und Flexibilität bei komplexen Werkstückgeometrien gewährleisten. Ein besonderer Fokus liegt auf der Sensorik, um Maschine, Werkzeug und Werkstück bestmöglich zu schützen. Mit diesen Werkzeugen ist die Maschine in der Lage, Belastungsspitzen zu erkennen und in Echtzeit darauf zu reagieren. Auch bei der Messtechnik setzte WFL neue Maßstäbe. Ohne das Werkstück aus der Maschine auszuspannen, kann mithilfe des scannenden Messtasters ein Profil mit hoher Auflösung gescannt werden.

Auch in Sachen Automatisierung, Konnektivität und künstlicher Intelligenz sieht man sich mit einer Millturn bestens für die Zukunft gerüstet. Der neue WFL Data Analyzer gewährleistet einen Überblick über die gesamte Produktion. Freie Produktivitätspotenziale werden sofort erkannt und in der Folge effizient genutzt, heißt es. Mit Smartphone, Tablet, Notebook oder dem PC ist man in der Lage, Produktionsdaten der Maschinenzustände zu erfassen und ohne Zeitverlust zu reagieren. Entscheidende Kennzahlen zur Steuerung der Produktion stehen dem Benutzer in Echtzeit zur Verfügung.

Je mehr die Maschine genutzt wird, desto günstiger wird sie

Neben der Manage My Machine (MMM) 1.5 App, bietet WFL aufbauend auf Siemens Mindsphere ein digitales Pay-per-use-Modell an, welches live beim Technologiemeeting erlebt werden konnte. Mit dieser App werden neben Spindelauslastungen auch Temperaturen und Drive Energys erfasst, heißt es. Zustände der Maschine werden in Echtzeit aufgezeichnet und entsprechend dem zuvor vereinbarten Stundensatz vollautomatisch verrechnet. Die Maschine kostet demnach nur etwas, wenn sie effektiv Geld verdient. Damit ergeben sich immense Vorteile, denn je mehr die Maschine genutzt wird, desto günstiger wird sie.

Visualisierung sämtlicher Programmierschritte zur frühzeitigen Fehlererkennung

Auch Softwareneuheiten waren Thema bei den WFL Millturn Technologies. Die Programmierung mit der 3D-Simulations-Software zur Vorab-Verifikation von NC-Programmen am PC lässt sich mittels Crash Guard Studio umsetzen. Vorteile der Software sind die Visualisierung sämtlicher Programmierschritte zur frühzeitigen Fehlererkennung, die verbesserte Qualität der NC-Programme in Hinblick auf Effizienz und Maschinensicherheit sowie die verkürzten Rüstzeiten auf der Maschine durch Vorab-Simulation. Der Maschinenbediener erhält auf diese Weise ein auf Kollisionen überprüftes, fertiges Programm.

Der universelle und leicht verständliche Programmiereditor Millturn Pro mit Grafikunterstützung ermöglicht die Programmierung direkt an der Maschine. Eine effiziente und intuitive Erstellung von NC-Programmen lässt sich damit realisieren. Zudem bildet das Programm eine besonders kostengünstige Lösung.

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