Inhalt des Artikels:
Ergänzendes zum Thema
Aufgrund steigender Anforderungen etablierte das WZL den Industriearbeitskreis Kühlschmierstofftechnik
Weil die Themen komplexer und die Kosten relevanter wurden, gründete das Werkzeugmaschinenlabor WZL ein Portal zum Wissensaustausch.
Welchen Nutzen hat der Industriearbeitskreis?
Wir simulieren beispielsweise KSS-Verschmutzungen realitätsnah in einem KSS-Verschmutzungsprüfstand und beaufschlagen damit KSS-Systemkomponenten wie Filtervliese, Pumpen oder KSS-Düsen, um zu erfahren wie sie unter industrietypischen Anwendungsfällen (Temperatur, Druck oder Spänetypen) verschleißen beziehungsweise agieren. Dies ist bisher einmalig in Deutschland.
Warum machen KSS einen Arbeitskreis nötig?
Das Kühlschmierstoff-System ist ein lebendiges System aus Komponenten, deren Zustand zeitlichen Änderungen unterworfen ist. Hierbei ist bemerkenswert, dass sich schon kleine Änderungen im Kreislauf stark auf die Leistung anderer Systemkomponenten auswirken und zu Ausfällen in der Fertigung führen können. In den meisten Fällen fehlt den Anwendern das nötige Know-How, um die Auswirkung und das technische Risiko einer Veränderung beurteilen zu können. Dadurch kommt es oft zu Fehleinschätzungen und -entscheidungen.
Was passiert, wenn man eine Komponente im System ändert?
Die Wechselwirkungen zwischen den einzelnen Systemkomponenten in einem Kühlschmierstoffsystem sind äußerst komplex. Eine Veränderung einer Systemkomponente kann wie beschrieben gravierende Auswirkungen auf unterschiedliche Aggregate unter technischen, energie- und ressourcenschonenden Gesichtspunkten haben. Aus diesem Grund bieten wir unseren Mitgliedern im Industriearbeitskreis ein Softwaretool zur Analyse der Auswirkungen von Veränderungen im Kühlschmierstoffkreislauf an. Damit erhält der Anwender einen Überblick, wie stark die Parameter des Kreislaufs durch die von ihm ausgeführten Änderungen beeinflusst werden können.
Ist diese Komplexität beherrschbar?
Um die Auswirkung von Parameteränderungen auf das KSS-System besser zu verstehen, haben wir am WZL einen Komponenten-Prüfstand konstruiert, mit dessen Hilfe wertvolle Erfahrungen und Kenntnisse zur Erfassung und Leistungsbeschreibung aller Systemkomponenten gewonnen werden können. Durch die intensive Zusammenarbeit mit den Mitgliedern im Arbeitskreis werden diese Kenntnisse erweitert. Ein Teil des Netzwerks zu werden ist wichtig, denn nur im Team aus Anwendern und deren Lieferanten lassen sich solche komplexen Gebilde beherrschen.
4. Aachener Kühlschmierstoff-Tagung Kühlschmierstoffe sind in der spanenden Fertigung bei vielen Bearbeitungsoperationen auch heute noch unverzichtbar. Neben den technologischen Vorteilen, die Kühlschmierstoffe bieten, ist ihr Einsatz jedoch mit hohen Kosten verbunden.
Auf der 4. Aachener Kühlschmierstoff-Tagung vom 21. bis 22. Oktober 2015 zeigen Experten aus Industrie und Forschung praxisnahe Lösungen für einen ökonomischen und ökologischen Einsatz von Kühlschmierstoffen in der Fertigung. Die Tagung richtet sich an Fach- und Führungskräfte aus den Bereichen Produktion, Fertigung, Arbeitsvorbereitung und Entwicklung sowie an Sicherheitsfachkräfte und Personen, die im Betrieb für das Fluidmanagement verantwortlich sind.
Weitere Informationen und die Möglichkeit zur bequemen Online-Anmeldung finden Sie hier.
Inhaltlicher Ansprechpartner: Tolga Cayli, WZL der RWTH Aachen, Tel.
+49 (0)241 80 20524, t.cayli@wzl.rwth-aachen.de
Organisatorische Ansprechpartnerin: Ekaterina Dymova, M.A., WZLforum gGmbH der RWTH Aachen, Tel. +49 (0)241 80 23614, e.dymova@wzl.rwth-aachen.de
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