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Kunststoffforschung Neues Polyethersulfon trotzt Abrieb und heißem Öl

| Redakteur: Peter Königsreuther

Mit dem Polyethersulfon (PESU) namens Ultrason E0510 C2TR bietet die BASF ein Polymer an, dass die Herstellung von unterschiedlichen öldrehenden Autobauteilen zulässt. Wandstärken unter 1 mm könnten gefertigt werden.

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Ultrason E0510 C2TR von der BASF hat laut Hersteller beste Gleitreibungswerte. Außerdem macht es diesem Kunststoff kaum etwas aus, wenn er mit heißem Öl in Berührung kommt – gut für den Einsatz im Automobilbau also, heißt es.
Ultrason E0510 C2TR von der BASF hat laut Hersteller beste Gleitreibungswerte. Außerdem macht es diesem Kunststoff kaum etwas aus, wenn er mit heißem Öl in Berührung kommt – gut für den Einsatz im Automobilbau also, heißt es.
(Bild: BASF)

Das neue PSEU ist nicht nur tribologisch besonders günstig ausgelegt und gegen Öl resistent, sondern bleibt in Temperaturbereichen zwischen - 30 und 180 °C absolut dimensionsstabil, sagt die BASF. Rund 10 % Carbonfasern verstärken das spritzgießbare Polymer, heißt es weiter.

Die möglichen Produkte sind Ölpumpen, Ölregelkolben, Druckventile und hochdrehende Bauteile in Automatik- oder Schaltgetrieben. Auch mit Blick auf die E-Mobilität, erwartet der Hersteller Einsatzmöglichkeiten. Ultrason E0510 C2TR hat einen Wärmeausdehnungskoeffizienten von lediglich 10,4 [10-6/K].

Besser als andere abrieboptimierte Kunststoffe

Das führe dazu, dass Bauteile daraus auch bei schnell wechselnden Temperaturniveaus stabil bleiben. Wie die BASF betont, sollen Tests nach ASTM G137 bewiese haben, dass der neue Werkstoff sogar tribologisch optimierte Hochleistungs-Thermoplaste in den Schatten stelle. Auch bei hohen Reibgeschwindigkeiten verliere der Kunststoff weder seine mechanischen noch chemischen Eigenschaften. Der dabei festgestellte Abrieb soll sehr gering gewesen sein. Flammwidriges und hydrolysebeständiges Materialverhalten rundet das für antriebstechnische Anwendungsfälle ideale Werkstoffsystem ab.

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