Kunststoffflaschen Neues PPSU-Duo harmoniert mit jedem Flaschenfertigungsprozess

Redakteur: Peter Königsreuther

Mit Ultrason P 2010 und Ultrason P 3010 bringt die BASF zwei Kunststoffe für die Flaschenherstellung auf den Markt, die sich spritzstreckblasen, extrusionsblasformen und spritzgießen lassen.

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Von der BASF gibt es zwei neue Ultrason-P-Typen (Polyphenylsulfon, PPS), die mit jedem Trinkflaschen-Herstellprozess aus der Kunststoffverarbeitung zu hochertigen und robusten Produkten werden können.
Von der BASF gibt es zwei neue Ultrason-P-Typen (Polyphenylsulfon, PPS), die mit jedem Trinkflaschen-Herstellprozess aus der Kunststoffverarbeitung zu hochertigen und robusten Produkten werden können.
(Bild: BASF)

Die beiden hochtemperaturbeständigen Ultrason-P-Typen sind laut Hersteller sowohl für Trinkflaschen für Erwachsene als auch Babies geeignet. Wie alle Thermoplaste, können sie im Bereich der Möglichkeiten des jeweiligen Herstellprozesses flexibel designt werden, heißt es weiter. Sie sind sehr robust, punkten durch ihre Chemikalienbeständigkeit und eine Dauereinsatzfähigkeit bis zu einer Höchsttemperatur von 180 °C. Die Endprodukte sind leicht honigfarben, problemlos zu sterilisieren und auch mikrowellengeeignet, sagt die BASF. Weil PPSU sich anders verhalte, wie PET, PP oder Copolyester, müsste bei der Verarbeitung nicht so stark auf die Materialcharakteristika geachtet werden.

Das fertigungsflexible Ultrason-P-Duo bei der Verarbeitung

Das gängigste Herstellverfahren für Trinkflaschen dieser Art ist das Spritzstreck-Blasformen. Dabei wird ein zuvor spritzgegossener und erwärmter Vorformling, der einem dicken Reagenzglas mit Gewinde ähnelt, in eine Form eingeführt und in dieser aufgeblasen, bis er die Innenkontur der Form angenommen hat. Weil das Material dabei expandiert, wird es auch gestreckt. Ultrason P 3010 punkte hier mit sehr kurzen Zykluszeiten und weil es die Innenkontur besonders exakt nachbilden könne.

Beim Extrusionsblasformen entsteht zunächst ein schlauchartiger Vorformling direkt aus der extrudierten Kunststoffschmelze. Dieser wird zwischen die Hälften einer Form platziert, diese geschlossen und der Schlauch dann auch aufgeblasen, bis er die Forminnenkontur angenommen hat. Auch dafür sei Ultrason P 3010 das richtige PPSU, weil in geschmolzenem Zustand – also auch in der Nähe warmer Systemkomponenten, wie einer Düse – von sich aus sehr stabil bleibe, was bei üblichen PPSU nicht der Fall sein. Damit lassen sich auch Produkte mit unterschiedlichen Wandstärkeverläufen fertigen, merkt die BASF an. Die Schmelzestabilität verhindert auch, dass der weiche Schlauch sich durch sein Eigengewicht verlängert. So erreicht man stets die gewünschte Wandstärke am Produkt.

Was das dritte mögliche Verfahren, das Spritzgießen betrifft, so kann man damit den Flaschenkörper sowohl mit als auch ohne Gewinde und Boden herstellen. Das gilt allerdingsfür alle Thermoplaste und erhöht die designerische Freiheit. Ultrason P 2010 ist dafür das Material der Wahl, sagt die BASF. Es kann mit 1-fach- und Mehrfach-Werkzeugen verarbeitet werden. Vorgeschaltete Heißkanalsystem machen außerdem keine Probleme. Prädestiniert ist das in der Schmelze niedrigviskose PPSU für dünnwandige Produkte, weil es lange Fließwege erlaubt, erklärt der Hersteller. Trotzdem sei das Endprodukt schlagzäh.

Weil beiden Ultrasonen ein Heißkanal, wie er auch beim Spritzstreckblasen verwendet wird, nichts ausmacht, können auch Flaschen hergestellt werden, ohne Materialverluste durch die Angüsse befürchten zu müssen.

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