Auf Grund gelaufen Niedrigwasserproblem macht Gütertransport zu schaffen

Quelle: dpa 3 min Lesedauer

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Der Rhein gehört beispielsweise zu den Wasserstraßen, die vom besonders starken Wassermangel betroffen sind. Die Politik will gegensteuern ...

Nun, so krass, wie auf diesem KI-Bild, sieht es auf Deutschlands Wassertraßen zum Glück noch nicht aus. Aber man muss sich Gedanken machen, wie Güter alternativ transportiert werden können, wenn die Lage sich verschlechtert. Und schon gibt`s gespaltene Lager ...(Bild:  KI-generiert)
Nun, so krass, wie auf diesem KI-Bild, sieht es auf Deutschlands Wassertraßen zum Glück noch nicht aus. Aber man muss sich Gedanken machen, wie Güter alternativ transportiert werden können, wenn die Lage sich verschlechtert. Und schon gibt`s gespaltene Lager ...
(Bild: KI-generiert)

Der neue Verkehrsminister Steffen Bilger (CDU) schlägt angesichts der prekären Lage auf Deutschlands Flüssen vor, das Sonntagsfahrverbot für Lastwagen aufzuheben. „In der konkreten Situation, wenn es darum geht, auf die niedrige Wasserlage zu reagieren, dann muss auch daran gedacht werden, dass wir das Sonn- und Feiertagsverbot für Lkw aufheben“, so Bilger zur Bild-Zeitung. Den Vorschlag finden aber nicht überall wohlwollende Anerkennung, heißt es. Bilgers Ministerium führt demnach aber auch Gespräche mit der Bahn über zusätzliche Möglichkeiten, Transporte von der Wasserstraße auf die Schiene zu verlagern. Die Lage sei zwar herausfordernd, doch derzeit gebe es noch keine Versorgungsengpässe ¦ die Gefahr drohe aber durchaus noch.

Logistik-Verband BGL bleibt eher skeptisch

Der Bundesverband Güterkraftverkehr und Logistik ist nicht so sicher, dass die Ideen Bilgers gut sind. Denn, so argumentert der Verband, die Fahrer müssten dann stattdessen an anderen Tagen den Lkw stehen lassen, um die mit hohen Bußgeldern versehenen Vorgaben der Lenk- und Ruhezeitenverordnung einzuhalten. Die verfügbare Lenkzeit werde dadurch nicht erhöht, sie stünde nur zu anderen Zeiten zur Verfügung. Man kann allenfalls zum Beispiel besonders wichtige Transporte vorziehen, merkt der Verband dazu an.

Kontroverse Fraktionsmeinungen gibt es auch

Für den Grünen-Verkehrspolitiker Tarek Al-Wazir wäre eine kurzfristige Aussetzung des Fahrverbots aber durchaus sinnvoll, heißt es weiter. Denn, so seine Meinung, in einer akuten Notlage müssen Bund, Länder, Häfen, Bahn und Wirtschaft gemeinsam dafür sorgen, dass wichtige Lieferketten aufrechterhalten werden können. Das Fahrverbot sollte allerdings nur als kurzfristige Notmaßnahme ausgesetzt werden. Und die Linken glauben, dass das Argument „Niedrigwasser“ nur ein Vorwand ist, um das Sonntagsfahrverbot Stück für Stück auszuhöhlen. Güter, die wegen Niedrigwasser nicht per Schiff transportiert werden könnten, sollten einfach auf die Schiene verlagert werden und nicht auf die Straße. Ein einziges Schiff durch Dutzende Lkw zu ersetzen, bedeute mehr Staus, mehr Lärm, mehr CO2 und zusätzliche Belastungen für Anwohner an Hauptstraßen.

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