Auf Grund gelaufen

Niedrigwasserproblem macht Gütertransport zu schaffen

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Wirtschaftsforscher befürchten Wachstumsrückgang

Unterdessen wiesen Ökonomen und Wirtschaftsverbände erneut auf mögliche negative Folgen des Niedrigwassers hin. Die Experten vom Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) befürchten etwa einen Einbruch des Wirtschaftswachstums in Deutschland – ähnlich wie im Dürrejahr 2018. Damals habe das Niedrigwasser die Wirtschaftsleistung um schätzungsweise 0,4 Prozent geschwächt. Weil der Pegelstand aktuell seit vergleichbarer Zeit unter der kritischen Marke liege, gehe man derzeit von einer ähnlichen Größenordnung aus. Die Bundesbank rechnet für 2026 aber noch mit einem Wachstum von 0,5 Prozent für Deutschland.

In der Chemie drohen Produktionskürzungen

Die deutsche Chemieindustrie wiederum warnte vor Produktionseinschränkungen. Wenn Schiffe weniger laden können oder ganz liegenbleiben, steigen automatisch die Kosten, Lieferketten geraten unter Druck und es kommt zu Produktionseinschränkungen, erklärte dazu Wolfgang Große Entrup, Hauptgeschäftsführer des Branchenverbands VCI, der dpa. Die chemische Industrie transportiert Chemikalien nicht zuletzt in großem Stil übers Wasser. Darunter sind Produkte, wie Methanol oder Flüssiggase und Ammoniak. BASF etwa transportiert 40 Prozent der Güter an seinem Stammwerk Ludwigshafen per Schiff, ist aber nun gezwungen, Güter zum Teil an Lkw und Bahn zu übergeben.

Es wird nichts gemacht, was der Umwelt schadet!

Bilger versicherte parallel zu seiner kontrovers diskutierten Sonntagsfahrverbot-Idee, dass er keinerlei umweltschädigenden Maßnahmen gegen das Niedrigwasser am Rhein unterstützen wird: „Wir werden nichts machen, was die Umwelt schädigt“, versichert der neue Verkehrsminister. Umweltverbände hatten nämlich zuvor gewarnt, dass Umbaumaßnahmen am Flussbett den Grundwasserspiegel absenken könnten. Und mehr Wasser in die Mitte eines Flussbettes zu lenken, könnte das Ufer und den entsprechenden Lebensraum dort austrocknen, was die Erosionsgefahr erhöhe.

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