Brennstoffzellenkomponenten

NRW-Klimaschutzminister besucht Gräbener Maschinentechnik

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Gräbener zeigt sich vom Markt der erneuerbare Energien überzeugt

Und das auch in der Herstellung von Maschinen für den Bau von Offshore-Windtürmen. In von Gräbener errichteten Produktionsanlagen können Windtürme von beliebiger Länge und Durchmessern von mehreren Metern gebaut werden. Dazu liefert Gräbener Maschinentechnik Plattenfräsmaschinen, 3- und 4-Walzen-Biegemaschinen, Längs- und Rundnahtfräsmaschinen.

Rund- und Längsnahtfräsmaschinen aus dem Hause Gräbener tragen mit ihrer sauberen Schweißnahtvorbereitung beispielsweise dazu bei, dass die Kosten pro Meter Schweißnaht um mehr als 50% reduziert werden – unter anderem dank der Verkürzung des energieintensiven Schweißprozesses.

Noch mehr beeindruckte den Minister allerdings, dass Gräbener Maschinentechnik seit 2003 das Geschäftsfeld der Brennstoffzelle beharrlich bearbeitet. So hatte das Netphener Unternehmen bereits 2005 einen wichtigen Beitrag zur industriellen Massenfertigung der Brennstoffzelle geleistet, indem es eine Anlage zur industriellen Fertigung metallischer Bipolarplatten für Brennstoffzellen, die "Powerboxx", entwickelte. Das Land NRW hatte die Entwicklung der „Powerboxx“ im Jahr 2005 mit 840.000 Euro unterstützt.

Netzwerk Brennstoffzelle und Wasserstoff

„Die Bipolarplatte ist eine wichtige Kernkomponente der Brennstoffzelle. Gräbener Maschinentechnik hat auf Basis des Hydroforming ein schnelles und kostengünstiges Verfahren entwickelt, die Bipolarplatten mit hohem Wasserdruck aus dünnem, hochfesten Metall herzustellen. Dadurch konnten die Herstellungskosten dieser wichtigen Brennstoffzellenkomponente deutlich gesenkt werden“, erläuterte Dr. Andreas Ziolek, Leiter des Netzwerkes Brenn-stoffzelle und Wasserstoff der EnergieAgentur.NRW. Gräbener ist Mitglied des Netzwerkes und mittlerweile Zulieferer für Brennstoffzellenhersteller weltweit.

Förderbescheid übergeben

Die stetigen Bemühungen der Firma Gräbener, die Forschung und die Entwicklungen im Brennstoffzellen-Sektor voran zu bringen, trugen dazu bei, dass Minister Remmel nicht mit leeren Händen nach Netphen gekommen war. Er überbrachte einen Förderbescheid für das Förderprojekt mit dem Akronym „Breeze“. Dies ist die Entwicklung eines brennstoffzellenbasierten Range-Extenders für Batteriefahrzeuge. Range-Extender haben die Aufgabe, die Reichweite von Batteriefahrzeugen auf bis zu 500 km zu erhöhen, indem sie permanent die Batterie nachladen. In gegenwärtigen Fahrzeugkonzepten geschieht dies durch Verbrennungsmotoren in Verbindung mit einem Generator. Dabei entstehen logischerweise wieder Luftschadstoffe und Lärm, die die Vorteile von Batteriefahrzeugen teilweise kompensieren. Mit einer wasserstoffbetriebenen Brennstoffzelle hingegen, die weitestgehend lautlos funktioniert und nur Wasserdampf abgibt, bleiben diese Vorteile erhalten.

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