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Intelligente Softwarelösungen auf der Metav 2018

Nutzungsmöglichkeiten des digitalen Zwillings

| Autor / Redakteur: Walter Frick / Andrea Gillhuber

Linienintegriertes Koordinatenmessgerät mit automatischer Bestückung über einen Industrieroboter.
Bildergalerie: 3 Bilder
Linienintegriertes Koordinatenmessgerät mit automatischer Bestückung über einen Industrieroboter. (Bild: Wenzel)

Im Zuge von Industrie 4.0 sind mehr Messungen in der Linie nötig. Solche Lösungen müssen zunehmend in eine sich selbst organisierende Produktionsumgebung integriert werden. Welche Rolle dabei die moderne Messtechnik spielt, erklärt Stefan Staab von Wenzel.

Die Herausforderungen durch den allgegenwärtigen Industrie 4.0-Hype sind immens: Integration in flexible Fertigungsprozesse, Gewährleistung von Prozessstabilität und Produktionsqualität. Gefordert ist dabei vor allem die Messtechnik: Weniger Messungen im Messraum – mehr Messungen an der Linie. Solche Lösungen müssen zunehmend in eine sich selbst organisierende Produktionsumgebung integriert werden. Welche Rolle dabei die moderne Messtechnik spielen kann und muss, erläutert Stefan Staab, Produktmanager KMG (Koordinatenmessgeräte) der Wenzel Group GmbH & Co. KG, Wiesthal.

Welchen Beitrag kann die moderne Messtechnik zur Produktoptimierung in einer vernetzten Fertigung leisten?

Stefan Staab: Durch produktionsnahes Messen mit der benötigten Messprozessfähigkeit können Ergebnisse unmittelbar in den Prozess einfließen. So können beispielsweise bei vorhergehenden Produktionsschritten Maßnahmen eingeleitet werden und nachfolgende Produktionsschritte den Bedingungen und Voraussetzungen angepasst werden.

Wie „smart“ ist die Mess- und Prüftechnik heute schon – gibt es praktikablen Datenzugriff über Webportale oder per Smartphone/Handy-Apps?

Stefan Staab: Als einer der großen Innovatoren der Messtechnik entwickeln wir unsere Mess- und Prüftechnologien kontinuierlich weiter. Auch zum Thema Industrie 4.0 bauen wir unser Angebot weiter aus und zeigen in konkreten Anwendungen, wie produzierende Unternehmen vom digitalen Wandel profitieren können. Mit unserer ‚smarten‘ Softwarelösung Intelligent Machine Interface (IMI) werden die Messgeräte mit einer neuen Intelligenz ausgestattet. Diese sammelt und analysiert Leistungsinformationen und ermöglicht die Fernsteuerung der Messmaschinen. Somit ist auf einen Blick der aktuelle Zustand aller Messmaschinen ersichtlich. Durch einen einfachen Doppelklick können detailliertere Informationen jederzeit abgerufen werden. Dies geht sowohl vom Arbeitsplatz aus, als auch durch Nutzung mobiler Geräte wie Smartphones oder Tablets. Dieser Zugriff und dieser sensible Datentransfer obliegt höchsten Sicherheitsanforderungen und Bedingungen. Dies dient dazu, dass keine Daten unvorhergesehen von nicht Berechtigten eingesehen und verwendet werden können.

Diese Softwarelösung bietet umfangreiche Möglichkeiten zur Steuerung und Analyse der Messaufgaben, der zu messenden Werkstücke und der dabei eingesetzten Maschinen. Dabei entstehen für den Anwender Informationen, die nun dem Werkstück und der Messmaschine zeitlebens als digitaler Zwilling zur Verfügung stehen und eine intelligente, flexible Nutzung ermöglichen.

Welche Rolle spielen Simulationstechniken für die Prozessoptimierung?

Stefan Staab: Im Rahmen des Themas Industrie 4.0, das für uns mehr als ein Schlagwort ist, gewinnen unterschiedlichste Simulationstechniken immer mehr an Bedeutung. Für uns ist es wichtig, aus den technologischen Entwicklungen einen reellen Nutzen für unsere Anwender zu generieren. Wir haben von Beginn an hinterfragt, was Industrie 4.0 konkret für unsere Produkte und Prozesse bedeutet.

Was erwarten Sie in diesem Bereich von der METAV 2018 in Düsseldorf – was werden Sie dort zeigen?

Stefan Staab: Die METAV ist für uns eine feste Größe bei der Messeplanung. Wir erwarten wieder zahlreiche Fachbesucher mit konkretem Interesse an Mess- und Prüftechnik und freuen uns auf neue Kontakte und instruktive Gespräche. Wir zeigen unsere leistungsstarken Portalmessgeräte der LH Baureihe als linienintegrierte Lösung mit automatisierter Teileerkennung und automatisierter Roboterbestückung. Ein weiteres Portalmessgerät der LH Serie zeigen wir in Kombination mit dem revolutionären Revo-Multisensor 5-Achsen-Messsystem von Renishaw. Diese Lösung bietet eine ausgezeichnete Messflexibilität ohne Genauigkeitsverlust und erzielt wesentlich kürzere Durchlaufzeiten gegenüber konventionellen Messsystemen. Weitere Messehighlights werden sein: Unsere Softwarelösung Intelligent Machine Interface sowie die neue Generation unseres erfolgreichen High Speed Scanning Systems Core, die jetzt noch leistungsfähiger ist und einen automatischen Umgebungsschutz bietet und für die Automatisierung bestens geeignet ist. Darüber hinaus haben wir unsere erfolgreiche Computertomographen-Baureihe Exact zur Messung und Prüfung von komplexen inneren und äußeren Strukturen durch eine Neuentwicklung um ein System erweitert, das hinsichtlich Leistung und Messvolumen neue Maßstäbe setzt.

* Walter Frick ist Fachjournalist aus Weikersheim

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