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Hannover Messe 2017/Research & Technology

Oberflächen mit Mikropartikeln beschichten

| Redakteur: Beate Christmann

Kalt-Plasmaspritzen: Mikropartikel sollen sich damit auch auf hitzeempfindliche Materialien auftragen lassen.
Kalt-Plasmaspritzen: Mikropartikel sollen sich damit auch auf hitzeempfindliche Materialien auftragen lassen. (Bild: Fraunhofer-IST)

Das Fraunhofer-Institut für Schicht- und Oberflächentechnik IST präsentiert mit dem sogenannten Kalt-Plasmaspritzen ein Verfahren, mit dem sich Mikropartikel auf unterschiedliche Materialien und mit vielfältigen Schichtfunktionen auftragen lassen sollen. Auf der Hannover Messe 2017 haben die Wissenschaftler dazu in Halle 2, Stand C16/22 viele Anwendungsbeispiele und Produkte im Gepäck.

Mit dem sogenannten Kalt-Plasmaspritzen haben Forscher des Fraunhofer-Instituts für Schicht- und Oberflächentechnik IST nach eigenen Angaben einen neuen Weg gefunden, kleinste Partikel auf ein breites Spektrum unterschiedlicher Materialien und mit vielfältigen Schichtfunktionen aufzutragen. Bedeutend könnte diese Entwicklung deswegen sein, weil Mikro- und Nanopartikel dank ihrer großen spezifischen Oberfläche heute die Basis vieler Anwendungen und Technologien bilden. Auf der Hannover Messe 2017 präsentieren die Wissenschaftler ihre Ergebnisse vom 24. bis 28. April 2017 in Halle 2, Stand C16/22 einem breiten Publikum.

Schmelzen bei geringen Temperaturen

Beim sogenannten Kalt-Plasmaspritzen werden die Mikropartikel – diese sind meist keiner als 20 µm – mit Hilfe von Plasma in einem Plasmajet aufgeschmolzen und auf das zu funktionalisierende Substrat gespritzt. Durch den Einsatz besonders kleiner Partikel kann das Schmelzen bei vergleichsweise niedrigen Temperaturen ablaufen, was auch eine Beschichtung von temperaturempfindlichen Materialien, beispielsweise Papier, erlauben soll. Mit dem Verfahren wird es laut Institutsangaben möglich, auch dreidimensionale Objekte sowohl flächig als auch strukturiert zu beschichten.

Neben den vielfältig einsetzbaren Beschichtungsmaterialien heben die Forscher eine breite Palette an möglichen Schichtfunktionen hervor: So könnten zum Beispiel Leiterbahnen aus hochschmelzendem Metall oder Anti-Statikbahnen auf thermisch empfindlichen Fasern, Geweben und Kunststoffen aufgebracht oder Substrate mit antiadhäsiven beziehungsweise antimikrobiellen Funktionsschichten versehen werden.

Research & Technology, Halle 2, Stand C16/22

Auf dem Fraunhofer-Gemeinschaftsstand (Halle 2, Stand C16/22) der Research & Technology, der Leitmesse der Hannover Messe zum Thema Forschung und Entwicklung, präsentiert das Fraunhofer-IST einige Anwendungsbeispiele und Produkte. Neben antimikrobiell beschichteten Türgriffen und Kupferleiterbahnen auf Kunststoff und Glas werden zum Beispiel auch wärmeableitende Schichten auf Polymerbauteilen gezeigt, die unter anderem im Motorinnenraum eines Autos eingesetzt werden können.

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