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Werkzeuge Okuma und Dr. Kaiser Diamantwerkzeuge kooperieren

| Redakteur: Mag. Victoria Sonnenberg

Okuma Deutschland und Dr. Kaiser Diamantwerkzeuge haben gemeinsam ein Schleifsystem entwickelt, das sich durch die Symbiose von CNC-Maschine, Abrichtwerkzeug und Steuerungstechnologie auszeichnet.

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V. l.: Dr. Dirk Hessel, Geschäftsführer Dr. Kaiser, und Andreas Lemaire, Produktmanager Schleifen bei Okuma, vor der gemeinsamen Lösung auf der EMO Hannover 2019.
V. l.: Dr. Dirk Hessel, Geschäftsführer Dr. Kaiser, und Andreas Lemaire, Produktmanager Schleifen bei Okuma, vor der gemeinsamen Lösung auf der EMO Hannover 2019.
(Bild: Okuma)

Okuma blickt auf eine lange Schleiferfahrung zurück und entwickelt und fertigt Maschinen, Spindeln, Motoren, Steuerungen und vieles mehr in Eigenregie. Bei der Entwicklung von Peripheriekomponenten kooperiert Okuma unter anderen mit der Dr. Kaiser Diamantwerkzeuge GmbH, einem deutschen Systemanbieter rund um das Schleifen und Abrichten. Das Unternehmen entwickelt und produziert Schleifscheiben, Abrichtwerkzeuge, Verschleißschutzkomponenten und Abrichtspindelsysteme.

Via App optimale Abrichtparameter ermitteln

Okuma und Dr. Kaiser haben im Zuge ihrer Zusammenarbeit eine App zur Ermittlung der optimalen Abrichtparameter entwickelt. Nun hat Dr. Kaiser eine keramisch gebundene CBN-Schleifscheibe, ein Abrichtspindelsystem und die dazugehörigen Abrichtwerkzeuge für eine Okuma GP25W x65 CNC-Schleifmaschine maßgeschneidert ausgelegt, mit denen bereits gute Schleifergebnisse in Verbindung mit kurzen, stabilen Prozessdaten erzielt wurden.

Bei der Installation auf der Okuma-Schleifmaschine ist die Abrichtspindel C72FCA2 von Dr. Kaiser via Profinet mit der Okuma-Steuerung OSP-P300G verbunden. Mit einer Leistung von 1,3 kW erreiche die Spindel eine konstante Umfangsgeschwindigkeit sowohl beim Gegenlauf- als auch beim Gleichlaufabrichten. Während eines Abrichtzyklus erhält die CNC-Steuerung gleichzeitig Rückmeldung über relevante Prozessdaten. Dafür verfügt die Spindel über eine integrierte Anschnittsensorik, die den Kontakt zwischen Schleifscheibe und Abrichtwerkzeug im Mikrometerbreich durch Körperschall erkennt. Dadurch kann der Verschleiß am Diamantwerkzeug und die Luftschleifzeit minimiert werden. Auch ein definierter Abtrag der Schleifscheibe wird auf diese Weise sichergestellt. Das Ergebnis ist ein Schleifprozess, der äußerst produktiv, präzise und zuverlässig abläuft. Die Bedienung des Systems gestalte sich einfach, da die Okuma Steuerung alle Informationen zum Abrichtprozess visualisiert und so eine optimale Anpassung aller Parameter erlaubt. Änderungen durch den Bediener oder in Echtzeit erfasste Variablen, werden von der Steuerung automatisch in ein NC-Programm übersetzt.

Lösung im Technologiezentrum zu sehen

Die Okuma-Schleifmaschine mit den Abrichtkomponenten und der CBN-Schleifscheibe von Dr. Kaiser wurde auf der EMO Hannover 2019 zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert. Bis zum Start der Grindtec 2020 wird die Lösung im Dr. Kaiser Technologiezentrum in Celle zu sehen sein. Dort wird die Schleifmaschine für Tests mit neuen Werkzeugen unter Produktionsbedingungen genutzt und wird bereits für Schulungen von Kunden und Vertriebspartnern aus dem Bereich der Schleiftechnologie genutzt.

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