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Operational Excellence macht die Schattenorganisation transparent

Operational Excellence – das hört sich doch gut an. Was genau sich dahinter verbirgt und wie ein Fitnessprogramm für Ihr Unternehmen aussehen kann, erklärt Dr. Falk von Falkenhausen, Partner bei der Wassermann Unternehmensberatung AG in München.

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Dr. Falk von Falkenhausen, Wassermann Unternehmensberatung, über Defizite in Unternehmen: "Ein typisches Potenzialfeld ist die Integration der Konstruktionsvorgänge in die klassische Planung." (Bild: Wassermann)

Herr Dr. von Falkenhausen, was verstehen Sie unter dem Begriff Operational Excellence?

von Falkenhausen: Wir bei Wassermann verstehen unter Operational Excellence die Weiterentwicklung der modernen Produktionssysteme, also das Regelwerk und die Methoden zum Gestalten und Betreiben von Prozessen in der Produktion. Die Weiterentwicklung vollzieht sich dabei in eine wesentliche Richtung, nämlich die integrative Betrachtung einer modernen Produktionsplanung und -steuerung; angefangen bei einer möglichen Bedarfsprognose bis hin zur operativen Steuerung der einzelnen Fachbereiche, die für die Leistungserstellung benötigt werden.

Worin liegt bei der Umsetzung im jeweiligen Unternehmen die größte Herausforderung?

von Falkenhausen: In der Praxis besteht die größte Herausforderung darin, die eher IT-ablehnenden Anhänger der klassischen Lean-Philosophie von der Notwendigkeit und dem Nutzen einer ERP-basierten Produktionsplanung und -steuerung zu überzeugen. Beide Welten an dieser Stelle zu vereinbaren, bringt einen weiteren Sprung in der Performance produzierender Unternehmen.

Wie können Unternehmen die Potenziale in den Schnittstellen ihrer Supply Chain erkennen?

von Falkenhausen: Als Berater empfehle ich natürlich jedem Unternehmen eine externe Unterstützung. Aber im Ernst, heute sind die offensichtlichen Potenziale auch an den Schnittstellen bereits gehoben – innerhalb der internen Supply Chain.

Was übrig bleibt, sind die im Tagesgeschäft nicht so offensichtlichen Probleme an den Verbindungspunkten zu anderen Prozessen und Fachlichkeiten außerhalb der Supply Chain. So können sich Unternehmen beispielsweise selbst fragen, ob alle notwendigen Bereiche im konkreten Auftragsfall auch ganzheitlich geplant und gesteuert werden. Ein typisches Potenzialfeld ist die Integration der Konstruktionsvorgänge in die klassische Planung.

Ein weiterer guter Anhaltspunkt ist die Transparenz der Schattenorganisation. Darunter verstehen wir all die Ressourcen, die notwendig sind, um eine termingerechte Lieferung eines Auftrages zu ermöglichen. Das sind oft erstaunlich viele Mitarbeiter in vielen Hierarchiestufen und Fachbereichen.

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