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Schleifwerkzeuge

Optimierte Diamantwerkzeug-Auswahl zur Grau- und Sphärogussbearbeitung

| Autor / Redakteur: Florian Pottrick / Peter Königsreuther

Für die Bearbeitung von Grau- und Sphäroguss hat der Werkzeughersteller und Schleifspezialist Pferd seine Diamantschleifstifte im Produktportfolio. Sie stellten eine zunehmend funktionaler werdende und wirtschaftliche Alternative für die Zerspanung oben genannter Materialien dar, die auch automatisiert eingesetzt werden könne.
Für die Bearbeitung von Grau- und Sphäroguss hat der Werkzeughersteller und Schleifspezialist Pferd seine Diamantschleifstifte im Produktportfolio. Sie stellten eine zunehmend funktionaler werdende und wirtschaftliche Alternative für die Zerspanung oben genannter Materialien dar, die auch automatisiert eingesetzt werden könne. (Bild: Pferd)

Pferd bietet jetzt ein anwendungsmäßig an das Schleifen von oben genannten Gusswerkstoffen ausgewähltes Sortiment an Diamantschleifstiften an. Sie sollen eine produktive Alternative zu herkömmlichen Werkzeugen sein.

Ausschleifen, Egalisieren oder Entgraten von Grau- und Sphäroguss-Werkstücken (GG, GGG respektive GJL und GJS) stellen mit zu den häufigsten Zerspanungsaufgaben in der Gussnachbearbeitung. Für diesen Zweck eigenen sich ganz unterschiedliche Werkzeuge. Denn außer die klassischen Anwendungen, die den Griff zum Winkelschleifer benötigen werden zur Bearbeitung von schwer zugänglichen Stellen Schleif-, Fräs- und zunehmend auch Diamantschleifstifte eingesetzt.

Doch welcher Stift eignet sich für welche Aufgabe am besten? „Wenn wir über die Bearbeitung von Grau- und Sphäroguss reden, das heißt, über das Gusswerkstoff aus einer Eisen-Kohlenstoff-Legierung mit einem relativ hohen Anteil von Kohlenstoff in Form von Lamellen- oder Kugelgraphit, dann haben alle drei Gattungen ihre Daseinsberechtigung“, erklärt Jonas Lichtinghagen, Produktmanager für Schleifwerkzeuge bei Pferd. Primär entscheiden die anstehende Bearbeitungsaufgabe, der Urzustand des Werkstücks und das Bearbeitungsziel über die Art des Werkzeugs, so Lichtinghagen. Allerdings seien mittlerweile auch Parameter wie Ergonomie und Automatisierungsfähigkeit wichtige Kriterien für die Werkzeugauswahl. „Besonders im Hinblick auf die gesetzlichen Regeln im Bereich der Arbeitsergonomie sind die Anforderungen in den letzten Jahren gestiegen“, merkt der Pferd-Produktmanager mit Blick auf die komplexe Situation in vielen Bereichen der fertigenden Industrie an, die insbesondere in Gießereien herrscht.

Klassische Schleifstifte sind ganz O. K.

Historisch etabliert ist die Bearbeitung von Gusswerkstücken mit klassischen Schleifstiften. „Werkzeuge dieser Art sind seit den 30er-Jahren des letzten Jahrhunderts bekannt und in sind seitdem auch in unterschiedlichsten Abmessungen, Körnungen und Bindungen verfügbar, so Pferd. „Speziell für diese Art der Gussbearbeitung finden sich im Pferd-Portfolio zahlreiche Werkzeugsysteme, wie etwa die Cast-Linien“, konkretisiert der Produktmanager. Der Materialabtrag bei klassischen Schleifstiften ist laut seiner Aussage zufriedenstellend und die erzielbare Oberfläche – je nach Korngröße – auch recht fein. „Bei kritischen Bearbeitungsstellen, wie beispielsweise bei sogenannten Vererzungen oder Sandeinschlüssen, ist die Standzeit klassischer Schleifstifte hoch“, so Lichtinghagen. Für den Handeinsatz seien diese Werkzeuge immer dann ideal, wenn sie auf spezielle Geometrien abgerichtet werden müssten.

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Fräs- und Diamantschleifstift punkten bei Automatisierung

„Geht es an automatisierte Einsätze, die wir zunehmend bei unseren Kunden in den Gießereien antreffen, hat es der Schleifstift durch seine Geometrieveränderung während des Einsatzes schwer. Hier bieten Frässtifte und Diamantschleifstifte klare Vorteile, denn sie haben keinen Durchmesserverlust“, informiert Lichtinghagen. Besonders wenn sehr hohe Abtragsleistungen bei geringeren Anforderungen an die Oberflächengüte gefragt seien, soll man zum Hartmetall-Frässtift greifen. „ Aber auch, weil die Anwender von der äußerst geringen Staubbelastung bei der Bearbeitung profitieren, sollten Hartmetall-Frässtifte bevorzugt werden“, betont Lichtinghagen. Eine hervorragende und immer häufiger nachgefragte Alternative zu Schleif- und zu Hartmetall-Frässtiften jedoch stellten die Diamantschleifstifte dar, wie der Schleifprofi von Pferd feststellen konnte. Die Abtragsleistungen von Diamantschleifstiften sind hoch, die erzielbaren Oberflächen fein, ergänzt der Spezialist. Das Schleifen vollziehe sich schnell und mit hoher Aggressivität. Der wesentliche Vorteil sei vor allem, dass Vererzungen und Sandeinschlüsse den Diamantwerkzeugen quasi nichts anhaben könnten. Und auch die Staubentwicklung bei der Bearbeitung bleibt geringer, was die Ergonomie begünstigt. „Durch die Formstabilität und die sehr hohe Standzeit lassen sich Diamantschleifstifte auch hervorragend in automatisierte Prozesse integrieren“, betont Lichtinghagen.

Im Zweifel auf eine Vor-Ort-Beratung setzen

Insgesamt setzen die Anwender, wie es weiter heißt, diese Werkzeuge immer häufiger auch in klassischen Arbeitsprozessen beim Gussputzen ein. „Pferd hat nun auf diese Entwicklung reagiert und das Sortiment an Diamantschleifstiften nahezu verdoppelt, so dass wir heute alle wichtigen Formen und Abmessungen liefern können“, erklärt Lichtinghagen. Eine Vor-Ort-Beratung durch die Pferd-Anwendungstechniker führe außerdem schnell zu aussagekräftigen Ergebnissen, so der Pferd-Produktmanager mit Blick auf die Prozessexpertise seiner Kollegen. Dadurch könne man sehr schnell existierende Produktivitätsreserven aufspüren, um die Gussmaterialbearbeitung hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit und Ergonomie optimieren zu können.

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