Bauteilreinigung Optimierte Teilereinigungsanlage bei BMW arbeitet deutlich ressourceneffizienter

Redakteur: Stéphane Itasse

30 % Strom und Wasser gespart: Das ist das Ergebnis eines Referenzprojekts von Ecoclean, Monschau, im Motorenwerk Steyr der BMW Group.

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Durch Energieeffizienzmaßnahmen konnte der Strom- und Wasserverbrauch einer seit mehreren Jahren betriebenen Roboterzelle Eco-C-Flex Classic um rund 30 % verringert werden.
Durch Energieeffizienzmaßnahmen konnte der Strom- und Wasserverbrauch einer seit mehreren Jahren betriebenen Roboterzelle Eco-C-Flex Classic um rund 30 % verringert werden.
(Bild: Ecoclean)

Begleitet von der Technischen Universität Wien wurde in dem Vorhaben die Energieeffizienz einer seit mehreren Jahren betriebenen Roboterzelle Eco-C-Flex Classic erhöht, wie Ecoclean mitteilt: Die Energieeffizienzmaßnahmen sollen nun an weiteren 95 Anlagen dieses Typs in Werken Europas und Asiens umgesetzt werden.

Roboterzelle zur Teilereinigung bei der Energieeffizienz nicht mehr aktuell

BMW nutzt die Roboterzellen Eco-C-Flex Classic, um Motorenteile wie Zylinderköpfe zu entgraten und reinigen. Von der ersten Generation dieser Reinigungsanlagen sind im Motorenwerk Steyr 30 in Betrieb. Die Reinigungsergebnisse sind nach wie vor bedarfsgerecht, die Energieeffizienz entspricht jedoch nicht heutigen Standards. BMW Steyr wandte sich daher mit der Frage, ob und wie die Anlagen energetisch optimiert werden können, an den Anlagenhersteller.

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Für solche Aufgaben hat Ecoclean laut eigener Mitteilung eine Potenzialanalyse entwickelt. Servicemitarbeiter untersuchen Faktoren wie Wasserverbrauch, Reinigerdosierung, Leistungsaufnahme der Stromverbraucher in der Anlage und Druckluftverbrauch. Strömungsmessungen ergaben, dass sehr viel Dampf aus der Reinigungszelle herausgezogen wurde, was den hohen Wasserverbrauch verursachte. Durch die Analyse wurde außerdem Stromeinsparpotenzial bei den Versorgungspumpen identifiziert.

Um den Wasserverbrauch zu verringern, wurden Änderungen an den Luftsteuerklappen vorgenommen. Darüber hinaus konnten durch eine veränderte Ventilatorsteuerung die Strömungsgeschwindigkeiten in der Anlage angepasst werden, so dass deutlich weniger Dampf ausgetragen wird. Bei der Druckerhöhungspumpe ermöglicht ein Frequenzumrichter, dass sie bedarfsabhängig geregelt wird und dadurch weniger Energie verbraucht.

Kleine Verbesserungen bei der Teilereinigung erhöhen Ressourceneffizienz deutlich

Durch diese vergleichsweise kleinen Optimierungen konnte der Stromverbrauch um rund 30 % verringert werden. Eine Reduzierung in identischer Größenordnung wurde beim Wasserverbrauch erzielt, was sich auch in einem verringerten Verbrauch von Reinigungschemikalien niederschlägt.

Diese Maßnahmen wurden zunächst bei einer Anlage im österreichischen Motorenwerk Steyr durchgeführt. Um die Ergebnisse objektiv bewerten zu können, begleitete die TU Wien als Gutachter das Projekt mit Messungen vor und nach der Optimierung. Der unabhängige Nachweis der Energieeffizienzerhöhung kann je nach länderspezifischen Programmen auch zum Beantragen von Fördermitteln genutzt werden.

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