Additive Fertigung
Mit Hochgeschwindigkeits-Pyrometrie Prozesse stabilisieren

Ein Gastbeitrag von Nadja Müller 5 min Lesedauer

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Das pulverbettbasierte Laserstrahlschmelzen benötigt stabile Schmelzbadtemperaturen, um Defekte und Überhitzung zu verhindern. Ein Hochgeschwindigkeits-Quotienten-Pyrometer schafft hier Abhilfe, indem es Echtzeitregelung und Prozessüberwachung ermöglicht – selbst bei anspruchsvollen Bauteilgeometrien.

Das Helios H4 Pyrometer ermöglicht präzise Echtzeitregelung der Schmelzbadtemperatur im LPBF-Prozess.(Bild:  Sensortherm GmbH)
Das Helios H4 Pyrometer ermöglicht präzise Echtzeitregelung der Schmelzbadtemperatur im LPBF-Prozess.
(Bild: Sensortherm GmbH)

Beim LPBF-(Laser-Powder-Bed-Fusion-)Verfahren wird Metallpulver schichtweise auf eine Bauplattform aufgetragen und mittels Laser selektiv aufgeschmolzen. Das Verfahren erlaubt die Herstellung hochkomplexer Geometrien mit hoher Auflösung, gleichzeitig sind jedoch die Anforderungen an die Prozesskontrolle hoch. Entscheidend für die Qualität des Endprodukts ist vor allem die konstante Temperaturführung im Schmelzbad (Melt-Pool). Die Einhaltung der Temperatur und deren Konstanz über den Bauprozess sind entscheidend für die Qualitätssicherung.

„Die Materialdichte, der Schmelzbaddurchmesser und die Rissbildung sind direkt von der Temperatur im Schmelzbad abhängig. Ziel muss daher eine Dichte von über 99,5 Prozent sein – dafür muss die Temperatur genau kontrolliert werden“, erklärt Philipp Bastians, Geschäftsführer der Sensortherm GmbH, die Temperaturmesstechnik für industrielle LPBF-Verfahren entwickelt und herstellt.