Bayerischer Patentkongress 2013

Patente sind ein strategisches Wettbewerbsinstrument

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Verstärkt über Verbietungsrechte nachdenken

China investiere, so Wurzer, heute massiv in F+E-Leistungen, mit deren technischen Ergebnissen sich die BRD in wenigen Jahren massiv auseinandersetzen muss. Es fließen vor allem Gelder in Schlüsseltechnologien wie den Maschinenbau, die gerade auch für Deutschland extrem wichtig sind. In diesen Feldern dominiert der Mittelstand und damit werde klar, für wen sich Gefahren auftun.

Die Gefahr künftiger Verbietungsrechte über die hohe Zahl der Patentanmeldung durch China sieht er dabei als gegeben an. Darauf haben sich Mittelständler einzustellen. Er glaubt, dass die Chinesen lernen werden diese Verbietungsrechte gezielt für ihre Interessen einzusetzen. Seine ketzerische Frage: „Wie viele Berechtigungsanfragen überlebt eine mittelständische Patentabteilung?“

Auch Vertrieb, Produktmanagement und Marketing müssen sich mit dem Thema Patent befassen

Wie geht man damit nun um? Erfindungen zu patentieren sei noch keine Strategie. Es gehe eher darum gegen den Wettbewerb ein Verbietungsrecht zu gestalten, mit der Zielsetzung Wettbewerbern das Anbieten eines bestimmten Kundennutzens zu untersagen. Es empfehle sich daher nicht nur mit den Entwicklern, sondern ebenfalls mit den Marketingverantwortlichen zu sprechen und strategisches Marketing zu betreiben.

Sein Hinweis: Unternehmen sollten China als Technologiewettbewerber wahrnehmen, über Verbietungsrechte nachdenken und Patente als strategisches Wettbewerbsinstrument verstehen. Patente und IP seien kein Thema nur für die Rechtsabteilung; eine Professionalisierung betreffe vielmehr das ganze Unternehmen. Vertrieb, Produktmanagement und Marketing sollten ebenfalls damit befasst sein, um auf diese Weise ein strategisches Instrument für das Unternehmen zu schaffen.

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