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Das Zuführsystem steigert im Wechselspiel die Effizienz
Ausgehend von diesen recht widerspenstigen Rahmenbedingungen machten sich die Ingenieure von Getecha an die Denkarbeit. Dank ihrer Erfahrung aus vielen Automatisierungsprojekten konnten sie dem Kunden bereits im Frühjahr 2016 eine komplette Anlage präsentieren, die alle Prozessanforderungen abdeckt und als Ergebnis sauber in Bigbags verstautes Mahlgut für die Regranulierung bereitstellen kann. Zunächst skeptische Blicke erntete dabei allerdings ihre Lösung für die kontrollierte Zuführung der sperrigen und ungleichen Plattenreste. Dabei handelt es sich um einen frequenzgeregelten Elektroschlitten mit multifunktionalem Manipulator und integrierter Messsensorik, der an einer Parallelogrammaufhängung in einer 6,0 m langen Führungsschiene über die angelieferten Plattenstapel fährt, um die Platten dann im synchronisierten Zusammenspiel mit einem Hubgerät zu vereinzeln und in Richtung Zerkleinerungsmühle zu ziehen und zu schieben – so etwas Innovatives hatte selbst Thomas Hirmer nicht erwartet.
1,2 Meter PP-Stapel in 90 Minuten abarbeiten
Schon die ersten Testläufe konnten beweisen, dass das geschmeidige Ineinandergreifen der einzelnen Prozessstufen der neuen Anlage den gewünschen Effekt bringt: Die beladenen Transportwagen werden im Hubgerät eingespannt, woraufhin der Schlitten mit dem Manipulator heranfährt und sein Lasersensor das ungleiche Höhenprofil des Stapels scannt. Dabei wird auch jene Höhe ermittelt, auf die der Wagen mitsamt der Ladung gehoben werden muss, damit der Manipulator kurz darauf mit dem Vereinzeln der Platten starten kann. Getecha-Geschäftsführer Vogel erläutert: „Unsere Berechnungsbasis für den Zuführprozess setzt eine Abtraghöhe von jeweils 30 mm voraus. Kommen also 10 mm dicke Plattenreste aus der Produktion an, ergeben 120 Platten eine Stapelhöhe von 1200 mm. Der Manipulator verfährt dann folglich 40 Mal, um in etwa 90 Minuten einen Stapel komplett abzutragen.“ Dem Betrachter zeigt sich dieser Prozess als genau geregeltes Wechselspiel zwischen dem lagenweisen Abstapeln der Plattenreste, dem wiederholten Ermitteln des jeweils neuen Höhenprofils des Stapels und dem darauf abgestimmten Nachrücken des Hubgeräts.
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