Getecha Perfekter Kreislauf zähmt widerspenstige Extrusionsreste aus PP

Autor / Redakteur: Michael Stöcker / Peter Königsreuther

Eine materialeffiziente Produktion klappt am besten, wenn die verwendeten Werkstoffe im Rahmen eines Kreislaufsystems zu einem hohen Grad wiederverwendet werden. Mit einem neuen Konzept gelingt das nun für Reste aus der Kunststoff-Plattenextrusion besonders gut.

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Blickfang der pfiffigen Kunststoffaufbereitungsanlage von Getecha: Parallelogramm-Greifschieber (hier in Ruheposition) mit integrierter Messsensorik zum vollautomatischen Zuführen gestapelter Polypropylenplatten zur Zerkleinerungsmühle.
Blickfang der pfiffigen Kunststoffaufbereitungsanlage von Getecha: Parallelogramm-Greifschieber (hier in Ruheposition) mit integrierter Messsensorik zum vollautomatischen Zuführen gestapelter Polypropylenplatten zur Zerkleinerungsmühle.
(Bild: Stöcker)

Sowohl Werkstückträger für die Automobilindustrie, Transportboxen für allerlei Schüttgüter als auch Displaysysteme für Großmärkte lassen sich aus den Hohl- und Strukturkammerplatten des Unternehmens Infinex, im baden-württembergischen Haiterbach beheimatet, anfertigen. Findige Designer haben die mehrschichtigen Thermoplastelemente längst als universell nutzbare Halbzeuge zur Konstruktion stabiler Leichtbauprodukte entdeckt.

In beachtlichen Losgrößen werden die Platten aus dem gut recyclierbaren Polypropylen (PP) mithilfe von Fertigungslinien, in denen mächtige Wellenextruder sowie Kunststoffschweiß- und -beschichtungssysteme die Hauptrolle spielen, hergestellt.

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Vom Mühlenhersteller zum Profi für Wertstoffkreisläufe

Kaum vermeiden lässt sich jedoch, dass dabei auch stattliche Mengen von Rest- und Beschnittstücken anfallen. Denn aus der Endlosbahn, die die Fertigungslinie ausgibt, macht Infinex im letzten Schritt präzise abgelängte Tafeln, Planken und Stege. Aus ökologischer Sicht erfreulich ist, dass bei alledem fast kein echter Abfall ensteht! Denn übrig bleibt sortenreines PP, das als Wertstoff wieder zurück in die Extruder gehen kann. Großen Wert legen die Verantwortlichen bei Infinex auf die fertigungsnahe und möglichst effiziente Organisation der PP-Aufbereitung.

Auch als sich Thomas Hirmer, Technischer Leiter im Werk Haiterbach, vor etwa zwei Jahren nach einem Projektpartner für die Prozessoptimierung in diesem Bereich umschaute, bildeten diese Aspekte den Ausgangspunkt für die Sondierungsgespräche mit verschiedenen Anbietern. „Von Beginn an vielversprechend gestaltete sich hier der Gedankenaustausch mit Getecha. Weniger weil uns mit dem Aschaffenburger Anlagenbauer bereits eine längere Zusammenarbeit verbindet, sondern weil das Unternehmen in den letzten Jahren viel Engineering-Know-how aufgebaut hat“, erklärt Hirmer. Bis dato habe man Getecha primär als Hersteller von Zerkleinerungsmühlen gesehen. „Inzwischen hat sich das Unternehmen aber zum Automatisierer im Spezialgebiet Wertstoffkreisläufe gewandelt“, so der Infinex-Entscheider.

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