Hochschule Reutlingen auf der Moulding Expo 2017

Pfiffiges Give-away für Picknick & Co.

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Konzepterstellung in zwei Wochen

Zwei Wochen hatten die Studenten Zeit, ein erstes Konzept für das Messe-Give-away zu erarbeiten. Sie teilten sich in drei Bauteilteams auf und tüftelten an ihren Entwürfen, die schließlich dem „Kunden“ präsentiert wurden. Aus drei Entwicklungen ging dann das spätere Produkt hervor, bei dem Löffel und Gabel als Kombiteil und das separate Messer per Bajonettverschluss verbunden werden können. Gemeinsam machten sich in der Folge die 20 Nachwuchs-Maschinenbauer daran, die Konzeptidee zu verfeinern und letztendlich umzusetzen. In einzelnen Teams wurden etwa Gabelteile oder die Messerschneide im Detail konstruiert. Auf dem 3D-Drucker konnten bald erste Prototypen erstellt werden – und natürlich wurde auch ein Probeessen durchgeführt, bei dem Stichtests mit der Gabel sowie Streich- und Schneidetests mit dem Messer im Vordergrund standen.

Ein echter MEX-Macher will's genau wissen...

Am Ende war ein ausgereiftes Top-Produkt entstanden, mit dem die Studenten in die Zusammenarbeit mit den Werkzeugbauern gingen. „Wir konnten sechs Unternehmen gewinnen, sich an dem Projekt zu beteiligen“, sagt Florian Niethammer. Bei der Werkzeugkonstruktion und -fertigung für „3-2-eat!“ stand den Studenten der Werkzeugbau David Erz aus Laichingen zu Seite. Die anschließende Härtung der Bauteile übernahm Werz Vakuum-Wärmebehandlung aus Gammertingen. Die Experten von Reichle, dem Gravier- und Laserschweißzentrum in Bissingen an der Teck, brachten die hochwertige Textur ins Werkzeug. Und auch hier begleitete Niethammer den gesamten Prozess. „Ich habe viel über Werkzeugbau gelernt“, erklärt der MEX-Teamleiter. „Es war spannend, ‚hands-on‘ zu erleben, wie von der Ideenfindung über die Werkzeugfertigung bis zur Abmusterung ein Produkt entsteht. Da kriegt man fast Lust, selbst Werkzeugmacher zu werden ...“

Augenschmeichler mit Nutzwert

Zu Recht, denn das „3-2-eat!“-Esswerkzeug zeigt, was durch Kooperation in der Branche alles möglich ist. „Das Produkt steht exemplarisch für die Herausforderungen, die an den Werkzeug- und Formenbau gestellt werden“, erklären Niethammer und Ritter unisono. Das Besteck soll nämlich nicht nur schön aussehen, sondern auch einen hohen Nutzwert haben. Davon können sich dann die Besucher der Moulding Expo in Stuttgart ein Bild machen. Mit Material von BASF und Granula wird „3-2-eat!“ live auf der Messe auf einer Spritzgießmaschine von Arburg produziert, getreu dem Leitsatz der Moulding Expo „von der Branche für die Branche“. Übrigens: Da das Give-away aus Kunststoff gefertigt ist, darf es sogar mit ins Handgepäck genommen werden – wichtig für alle, die mit dem Flugzeug zur Moulding Expo anreisen.

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