Bewegung! Planschleifmaschine sorgt für präzise Pleuel

Redakteur: Peter Königsreuther

Hier erfahren Sie, warum ein Automobilzulieferer aus Sachsen bei der Pleuelbearbeitung auf Junker-Schleifmaschinen des Typs Saturn vertraut.

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Blick in den Arbeitsraum einer Junker-Schleifmaschine des Typs Saturn, für die exakte planparallele Bearbeitung von Werkstücken aller Art. Hier von Pleuelstangen. Das hat auch einem sächsischen Automobilzulieferer gefallen, heißt es.
Blick in den Arbeitsraum einer Junker-Schleifmaschine des Typs Saturn, für die exakte planparallele Bearbeitung von Werkstücken aller Art. Hier von Pleuelstangen. Das hat auch einem sächsischen Automobilzulieferer gefallen, heißt es.
(Bild: Junker)

Das kanadische Unternehmen Linamar Powertrain hat sich als Lieferant und Hersteller hochwertiger Motorkomponenten, wie Pleuel und Verteilergetriebe, für die Automobilindustrie etabliert. Über 60 Standorte verteilen sich weltweit. Einer davon ist seit über 10 Jahren im sächsischen Crimmitschau angesiedelt. Jüngst konnte der Schleifmaschinenhersteller Junker die Sachsen vom Können einer seiner Saturn-Maschinen überzeugen, bei der es sich um eine Doppelplan-Schleifmaschine handelt, wie es dazu heißt.

Zig Millionen Pleuel verlangen nach Schleifeffizienz

Ein Merkmal für die Entscheidung, genauer gesagt, zum Kauf einer Saturn 915, ist die Möglichkeit zum schnellen Umrüsten, wenn es um die Fertigung verschiedener Pleuel-Typen geht, erklärt Junker. Speed ist wichtig, denn Linamar lässt pro Jahr etwa 11 Millionen Pleuel vom Stapel, was insgesamt sechs Produktionslinien leisten.

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Kontinuierlich schleift die Saturn 915 dort Pleuel mit einer Länge bis maximal 400 Millimeter. Die Werkstücke werden dabei per Transportband der Schleifmaschine zugeführt, beschreibt Junker. Aber alles, was planparallel ist und geschliffen werden muss, ist mit der flexiblen Doppelplan-Schleifmaschine machbar, heißt es weiter. Dazu gehören auch Wälzkörper, Ringe, Kreuzgelenke, Nocken, Nadel- oder Kugellagerkäfige, Kolben, Kupplungsteile oder alle Art von Stanzteilen. Aber auch das Schleifen relativ schwerer Werkstücke, wie Ventilplatten, Lager- und Pumpengehäuse, sei genau die richtigen Arbeit für die Staurn. Damit diese unterschiedlichen Komponenten wirtschaftlich zu schleifen seien, habe Junker dafür gesorgt, dass die Aufnahmesegmente für die Teile schnell und simpel gewechselt werden können. Die Hauptwerkstoffe, die bei Linamar bearbeitet werden, sind dabei mikrolegierte Stähle und Sintermetalle.

Exakte Parallelarbeit mit historischen Gemeinsamkeiten

Die Werkstückträger-Scheibe rotiert beim Schleifen permanent, erklärt Junker, und sie führt die Rohlinge dabei den vertikal positionierten, planparallelen Schleifscheiben zu. Die Planflächen, bleiben wir bei den Pleuel, werden dann synchron bearbeitet. Die richtige Messtechnik, die der Maschinenbauer in der Saturn implementiert hat, sorgt dann für einwandfreie Endmaße. Nach Aussage der Linamar-Entscheider aus Sachsen, gebe es mit der Erfüllung der OEM-Wünsche damit keine Probleme. Auch Service-Fälle gebe es kaum. Außerdem zeige sich diese Art des Schleifens als günstig und produktiv. Wenn das Pleuel fertig bearbeitet ist, dann wird es auf der Entladeschiene hängend befördert. Dann gereinigt und per Transportband der nächsten Fertigungsstation zugeführt, beschreibt Junker.

Nette kleine Info am Rande: Parallel ist nicht nur die Arbeit mit der Junker-Maschine! So ist auch die Geschichte von Junker und Linamar von parallelen Ereignissen geprägt. Denn Frank Hasenfratz von Linamar in Sachsen und Erwin Junker, der CEO des gleichnamigen Maschinenbauunternehmens, haben einst jeder in einer kleinen Werkstatt begonnen und sich mit ihren Ideen und ihrem Know-how durchgesetzt.

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