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Desinfektion Plasmatechnik beweist sich als Corona-Killer

| Redakteur: Stéphane Itasse

Plasmatreat aus Steinhagen will sein Desinfektionsgeschäft vergrößern und damit in der Corona-Krise Schutzkleidung desinfizieren.

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Einwegartikel wie Schutzkleidung und -masken können durch die Behandlung mit Plasma im Kampf gegen Corona wiederverwendet werden.
Einwegartikel wie Schutzkleidung und -masken können durch die Behandlung mit Plasma im Kampf gegen Corona wiederverwendet werden.
(Bild: Plasmatreat)

Ein Prototyp eines Reinigungsautomaten wird bereits vom Bayrischen Roten Kreuz eingesetzt, in der technischen Uniklinik München befindet sich ein weiterer Automat in der klinischen Testphase und auch die amerikanische Yale-Universität hat Interesse bekundet, wie Plasmatreat berichtet.

Corona-Schutzkleidung wird mithilfe von Plasma desinfiziert

Die Idee ist, Einweg-Schutzkleidung mittels Plasmabehandlung zu desinfizieren. Der eigentliche Wegwerfartikel kann dann ein weiteres Mal benutzt werden. Durch die Desinfektion mittels Plasma können schnell und mit wenig Aufwand bereits benutzte Masken desinfiziert und erneut benutzt werden.

Plasma entsteht, wenn Luft und Hochspannung zusammenkommen. Das Licht des Blitzes besteht aus reinem Plasma, einer gasförmige Materie. Es haht unter anderem die Eigenschaft, dass es mithilfe eines speziellen Verfahrens desinfiziert. Selbst multiresistente Keime lassen sich mit Plasma abtöten, wie laut Mitteilung die Forschung im mikrobiologischen Labor im Plasmatreat-Technologiezentrum ergab.

Plasmaverfahren noch nicht offiziell zugelassen

„Noch befinden wir uns in einem Graubereich. Wir wissen, dass unser Verfahren wirkt und haben auch ausreichend Beweise – zugelassen ist das Verfahren aber noch nicht. Dieser Prozess dauert unglaublich lang“, sagt Geschäftsführer Christian Buske.

Plasmatreat arbeitet nach eigenen Angaben seit Jahren mit dem Bayrischen Roten Kreuz zusammen. Das BRK ist katastrophenerfahren und hat die Ebola-Krise zum Anlass genommen, neue Wege der Desinfektion zu gehen. Herkömmliche Desinfektionsmöglichkeiten sind im Kampf gegen Viren wie Ebola oder Corona sehr begrenzt aufgrund von Transportproblemen, Nachschubschwierigkeiten, begrenzter Haltbarkeit, sie sind nicht überall anwendbar und häufig sind es chemische Keulen sowie textilschädigend. Derzeit sind drei Plasma-Infektionsautomaten aufgebaut und einsatzbereit – weitere könnten sofort in Serie gehen.

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