Antriebe Pneumatik oder Elektrik?
Elektrische Lösungen ergänzen pneumatische Antriebe zunehmend bei Automatisierungsaufgaben. In Sachen Antriebstechnik genügt die Pneumatik allein nur bedingt. Dabei gehören Genauigkeit und...
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In Sachen Antriebstechnik genügt die Pneumatik allein nur bedingt. Dabei gehören Genauigkeit und Geschwindigkeit zu den heutigen Ansprüchen von Kunden in der Automatisierungstechnik. Wo Pneumatik an seine Grenzen stößt, entwickeln sich elektrische Lösungen zum perfekten Partner. Alles präzise auf den Punkt bringen bei Montage und Positionierung elektrischer Antriebe. Branchenanwendungen, bei denen es auf Millimeterarbeit ankommt, profitieren erst von der Symbiose aus pneumatischen Komponenten und dem elektrischen Antrieb – inklusive gleicher Schnittstellen von der mechanischen als auch von der Steuerungsseite her.Elektrische Stellantriebe ersetzen HandräderDie besten Voraussetzungen für alle Verstellaufgaben bringen elektrische Stellantriebe: Waren Einrichter bisher lange damit beschäftigt, Hand-räder an Maschinen einzustellen, nimmt Ihnen nun der elektrische Stellantrieb, wie der MTR-DCI von Festo, die Arbeit ab. Sie ermöglichen Maßarbeit im Handumdrehen. Dabei sind Handgriffe an Stellrädern nicht mehr erforderlich. Elektrische Stellantriebe stellen so beispielsweise in der Verpackungsindustrie für jede Kartongröße die passenden Führungsanschläge ein. Im Team gefragt ist der elektrische Antrieb auch beim getakteten Zuführen von Material in Dosiereinrichtungen, wie etwa bei Spritzguss- und Dosiermaschinen.Beim Rüsten von Druckmaschinen, aber auch bei Verpackungs- und Holzbearbeitungsanlagen ist es erforderlich, zahlreiche Achsen für unterschiedliche Formate immer schneller einzustellen. Keine Frage, dass sich diese Vorteile auch für andere Branchen nutzen lassen. Einfachlösungen bieten nur eingeschränkte Funktionalität wie Rechts-/Linkslauf. Zusätzlich benötigte Sensorik und Endschalter sorgen für weiteren Aufwand bei der Komponentenabstimmung, der Verkabelung und der Fehlersuche. Bei geregelten Antrieben sind Motor und Positionssensoren meist getrennt von der Ansteuerelektronik. Diese befindet sich in vielen Fällen im Schaltschrank.Der elektrische Antrieb MTR-DCI vereint vier Komponenten (Motor und Getriebe, Leistungselektronik sowie Controller) in einem. Das bedeutet einen gewaltigen Vorsprung für die Konstruktion, denn statt vier Komponenten ist nur noch eine Komponente zu berücksichtigen. Dezentral montiert, schafft der elektrische Stellantrieb Platz im Schaltschrank. Darüber hinaus setzt er Trends in Richtung dezentraler Intelligenz. Dies schafft auch gute Voraussetzungen für eine noch einfachere und übersichtlichere Maschinenkonstruktion. Dazu kommen noch seine kompakte Bauform, das optionale Human Machine Interface und die einfache Bedienbarkeit. Nach dem Prinzip „Festo plug and work“ geht soll von der Planung über die Montage bis zur Inbetriebnahme alles leicht von der Hand gehen. Eine Spannungsquelle und ein Feldbusanschluss oder eine I/O-Schnittstelle (Multipolanschluss) reichen aus, um den Stellantrieb zu installieren.Über das Display ist alles im BlickDie Inbetriebnahme soll schnell und einfach erfolgen: Je nach Bedarf erfolge sie über PC und RS-232- Schnittstelle mit serienmäßiger Festo-Configuration-Tool-(FCT-)-Software oder über das optional integrierte LC-Display, dem Human Machine Interface des Kompaktantriebs. Eine hohe Auflösung und variable Schriftgrößen ermöglichen einen gut lesbaren Text auf dem Display. Je nach Einbaulage des Antriebs lässt er sich laut Hersteller in 90°-Schritten drehen.Ziel- und Teach-Positionen sowie Einstellungen zur Achsmechanik (Spindelsteigung, Hub) können über ein Bedienmenü eingestellt werden. Dabei behält man die Diagnose-Informationen sowie alle wichtigen Betriebsdaten jederzeit im Auge. Dank permanenter Kontrolle sinken die Umrüstzeiten nach Angaben des Herstellers erheblich. Trapezgewindespindel ist selbsthemmendIm Zusammenspiel mit dem Linearaktuator DMES entsteht ein zuverlässiges Team, das - aufeinander abgestimmt und getestet - ein hohes Maß an Sicherheit ermöglichen soll. Ausgestattet mit einer selbsthemmenden Trapezgewindespindel, die einen Schlitten bewegt, steht der DMES mit dem MTR-DCI nach Aussage von Festo für hohe mechanische Momente bei kompakten Abmessungen und hohen Tragzahlen.Ob beim Verfahren von Baugruppen, dem Justieren von Führungen in Druckmaschinen oder bei Positionieraufgaben - zu allem eignen sich die elektrischen Stellantriebe. In der Stanzindustrie sorgen sie für die richtige Einstellung von Führungsanschlägen.Zu einem schnellen Start in die Betriebnahme sollen standardisierte mechanische Schnittstellen verhelfen - einfach integriert in vorhandene Konstruktionen.Die Hauptvorteile sind:Einfache Beschaffung, weil keine Auswahlproblematik und mehrere Funktionen bereits integriert sind (eine statt vier bis fünf Komponenten).Die Zuverlässigkeit steigt, da Motor-/Achskombination abgestimmt und getestet ist.Erhöhte Sicherheit, weil keine Verstellung von Hand mehr notwendig ist.ElektrischerAntrieb sorgt für genaue PositionierungUrsprünglich für Formatverstellungsaufgaben in der Druck-, Holz- und Verpackungsindustrie entwickelt, werde der MTR-DCI zum intelligenten Teamplayer für das bauraumoptimierte High-Speed-Pick-&-Place. Ob in Pharma-, Feinmechanik- oder Elektronikindustrie: Für ein exaktes Finish sorgt der elektrische Antrieb zum Beispiel beim Positionieren und Testen von so genannten SD-Karten (Secure Digital Cards). In Handys, Digitalkameras oder MP3-Playern eingesetzt, werden die Kleinstteile zum Speichermedium schlechthin. Die Kombination macht es möglich: Das HSP-AE setze im Zusammenspiel mit dem elektrischen Stellantrieb schnelle Montagezyklen durch Vorpositionieren um. Zwischen- und Wartepositionen seien so problemlos anzusteuern und so können fehlerhafte SD-Karten innerhalb einer Testposition automatisch ausgeworfen werden.
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