Antriebstechnik Pneumatische Automatisierungstechnik wird zum Universalisten

Autor / Redakteur: Christopher Haug / Josef-Martin Kraus

Die pneumatische Automatisierungstechnik entwickelt sich zum Universalisten. Anzeichen dafür sind steigende Funktionsintegration aufgrund der Elektronik auf der Steuerungsseite und der künftige Verbund mit elektrischer Antriebstechnik zu Hybridantrieben.

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Experten sagen der Automatisierung mit Pneumatik eine rosige Zukunft voraus. Dazu tragen energieeffiziente und kostensenkende mechatronische Systemlösungen bei, die Pneumatik, Elektronik und Software in sich vereinen. Mit der Integration von Mikroprozessoren in Zylinder und Ventile entsteht intelligente Pneumatik – mit Diagnose- und Condition-Monitoring-Features.

Vor 55 Jahren entwickelte Festo den ersten einfach wirkenden Zylinder und begründete damit die industrielle Nutzung der Pneumatik. Heute arbeiten rund 62 000 Druckluftanlagen in deutschen Fertigungsbetrieben – zum Spannen, Klemmen, Bewegen und Handhaben von Werkstücken.

CPX/MPA – die Krönung der Ventilinsel-Technologie

Die Erfindung der Ventilinsel war für die pneumatische Installationstechnik eine Revolution, denn konventionelles elektrisches Verdrahten und pneumatisches Verschlauchen waren sehr zeit- und kostenintensiv. Im Jahr 1987 präsentierte die Forschungs- und Entwicklungsabteilung von Festo die erste Ventilinsel unter dem lakonischen Namen Typ 01.

Höhepunkt der Ventilinseltechnik von Festo ist die Entwicklung CPX/MPA, die die Automatisierungstechnik zu Beginn des 21. Jahrhunderts prägt. Ihre Stärken: modularer Aufbau der Ventilinsel MPA bei hoher Leistungsdichte in Verbindung mit dem elektrischen Terminal CPX (Bild 1). Mit Diagnose- und präventiver Wartungsfunktion hilft das CPX-Terminal, die Maschinenverfügbarkeit zu erhöhen. Mit flexiblen Überwachungsmöglichkeiten für Druck, Durchfluss, Zylinderlaufzeit, Luftverbrauch, Frühwarnungen und Visualisierungsmöglichkeiten ist auf der CPX ein Modul zur umfassenden Diagnose im pneumatischen (Sub-)System integrierbar. Das Diagnosekonzept von Condition Monitoring über Einzelkanaldiagnose bis hin zu integrierten IT-Lösungen kann die Stillstandszeiten um 35% vermindern.

Terminal CPX versteht sich mit allen gängigen Feldbus- und Ethernet-Systemen

Das elektrische Terminal CPX passt zu allen gängigen Feldbus- und Ethernet-Systemen sowie firmeninternen Installationsstandards. Drei wählbare Installationskonzepte von zentral über dezentral bis hybrid verkürzen die Taktzeiten um bis zu 30% und reduzieren den Luftverbrauch um bis zu 50%. Die umfangreiche Funktionsintegration mit Pneumatik, Elektrik und Motion senken die Systemkosten um bis zu 20% und die Installationszeit um bis zu 60%. Damit trägt sie ihren Teil zu höherer Energieeffizienz bei.

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