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Ähnlich problematisch können Verschmutzungen sein. Wenn kleinste Späne in die Aufnahme eindringen und sich festsetzen, kann die Wuchtgüte negativ beeinflusst werden. Mit jedem Spannvorgang verliert der Werkzeughalter an Genauigkeit, weil die Späne innerhalb der Aufnahme für Verschleiß sorgen.
Bei mehrteiligen Spannfuttern, wie etwa Präzisionsspannzangen, tritt dieser Effekt umso schneller ein. Davor schützen können nur penible Gründlichkeit beim Werkzeugwechsel und eine regelmäßige, intensive Reinigung.
Polygonspannfutter erhalten Rundlaufgenauigkeit über tausende Spannvorgänge
Vergleicht man die relevanten Spannsysteme miteinander, so schneidet die Tribos-Polygonspanntechnik von Schunk ausgesprochen gut ab. Während beim Warmschrumpfen Kühlschmierstoffe verdampfen, Rückstände im Spanndurchmesser verbleiben und zusätzlich zum hochpreisigen, energieintensiven Warmschrumpfgerät teilweise auch noch eine Abluftanlage installiert werden muss, werden bei der Polygonspanntechnik weder das Budget noch die Umwelt oder die Gesundheit der Bediener belastet. Nicht einmal Strom ist für den Spannvorgang nötig.
Hinzu kommt, dass Warmschrumpfaufnahmen bei kleinen Schaftdurchmessern schnell überfordert sind: Aufgrund der thermischen Einflüsse und unterschiedlicher Wärmeausdehnungskoeffizienten von Halter und Werkzeug verklemmen die teuren Mikrowerkzeuge zum Teil und lassen sich nicht mehr aus der Aufnahme lösen.
Radiale Verformung der Polygonspannfutter bietet Vorteile gegenüber Warmschrumpffuttern
Selbst wenn es nicht so weit kommt, büßen die Warmschrumpffutter ihre Rundlaufgenauigkeit häufig ein, wenn sie im Laufe der Zeit immer wieder erhitzt und abgekühlt werden. Im Gegensatz dazu bleibt bei der Polygonspanntechnik die hohe Rundlaufgenauigkeit über mehrere Tausend Spannvorgänge zuverlässig erhalten. Während des Spannvorgangs werden Polygonspannfutter ausschließlich radial verformt. Es findet also keine Ausdehnung in der Länge statt.
So ist gewährleistet, dass Werkzeuge mit einer minimalen Toleranz von ± 0,01 mm in der Länge eingestellt werden können – auch dies ist ein wesentlicher Vorteil im Vergleich zu thermischen Schrumpffuttern, bei denen sich während der Abkühlung die voreingestellten Längenmaße reduzieren können. Bei diesem Effekt spricht man vom sogenannten Setzverhalten.
Auch gegenüber Spannzangenaufnahmen kann die Polygonspanntechnik punkten: Aufgrund des Spannprinzips kommt das System ohne bewegliche Teile aus. Das macht die Präzisionswerkzeughalter mechanisch unempfindlich und gewährleistet dauerhaft eine wartungs- und verschleißfreie Spannung.
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