Composite-News Polypropylen-Sandwich erleichtert das 2000ste Wohnmobil!

Redakteur: Peter Königsreuther

Thermhex und der britische Isolierpanelenanbieter Panel Systems stoßen darauf an, dass man das zweite Tausend von PP-Wabenkern-Caravandächern zum Einbau gebracht hat.

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Die Wohnmobilbranche boomt! Dabei ist auch der Leichtbau gefragt. Thermhex und Panel Systems feiern deshalb den Einbau des 2000sten Caravan-Daches aus PP-GF-Sandwich mit Wabenkern.
Die Wohnmobilbranche boomt! Dabei ist auch der Leichtbau gefragt. Thermhex und Panel Systems feiern deshalb den Einbau des 2000sten Caravan-Daches aus PP-GF-Sandwich mit Wabenkern.
(Bild: Thermhex)

Weil, nicht zuletzt durch die Coronakrise getrieben, das Interesse an Wohnmobilen stark gestiegen ist, freuen sich auch die Zulieferer. Zu diesen gehört Thermhex, ein Hersteller von Wabenkernmaterialien für den Compositeleichtbau. Eingesetzt werden die PP-Sandwiches vorzugsweise in Dachaufbauten. Die Hauptabnehmer seien Ford und Volkswagen.

Weil die Zukunft der Mobilität auch durch möglichst leichte Bauteile gesichert werden soll, greifen die Hersteller immer öfter zur Wabenplatte, sagt Thermhex. Denn nicht zuletzt wiege diese nur 20 % als die übliche Sperrholzvariante.

Polypropylen-Dachkonstruktion mit Stabilisierungseffekt

Zu den weiteren Vorteilen gehört außerdem, dass PP-Komponenten keine Probleme mit feuchter Umgebung haben – auch bei Nässe also, bleibt die Dachkonstruktion voll funktionstüchtig, heißt es dazu.

Der Wabenkern (im Bild unten noch gut an den Kanten des Durchbruchs zu erkennen) ist ein Bestandteil einer an der Unterseite des Daches befindlichen Schicht, wo sie die stabile Basis für weitere Schichten, etwa aus dem technischen Kunststoff ABS (Acrylnitril-Butadien-Styrol), bietet.

Die Nachfrage nach den PP-Sandwich-Dachpaneelen – hier eine Aufnahme während der Feritungsphase – sei deshalb so groß, weil die Wabenplatte bis zu 80 % leichter sind als die herkömmliche Sperrholzvariante.
Die Nachfrage nach den PP-Sandwich-Dachpaneelen – hier eine Aufnahme während der Feritungsphase – sei deshalb so groß, weil die Wabenplatte bis zu 80 % leichter sind als die herkömmliche Sperrholzvariante.
(Bild: Thermhex)

Das wird deshalb gemacht, weil ABS bei starker Sonneneinstrahlung relativ weich werden kann, erklärt Thermhex. Die Wabe hält die gesamte Konstruktion aber auch dann stabil. Auch sind die Wabenkernaufbauten von Haus aus sehr steif. Doch haben sie den Vorteil, dass man sie vor der Montage recht beliebig verformen kann, weil Polypropylen ein Thermoplast ist. Der Kern ist übrigens auch gegen Chemikalien resistent. Heutzutage auch von Vorteil ist, dass man das Material fast vollständig recyceln kann, betont Thermhex.

Neuprodukt mit feinerer Wabe hat noch mehr zu bieten

Kürzlich hat Thermhex außerdem eine Wabentype mit einem neuen Kern auf den Markt gebracht, bei dem die Zellgröße um fast 50 % geringer ist, als bei den bisherigen. Das Material ist außerdem 20 mm dick. Genau gesagt, beträgt die neue Zellweite nur noch 5 mm. Deshalb haben die fertigen Komponenten auch eine relativ attraktive Oberfläche zu bieten, betont Thermhex. Das Unternehmen erklärt auch, dass dieses neue Produkt bei noch mehr Anwendungen punkten kann. Denken kann man sie sich nun unter anderem für Innen- und Außenteile von Autos, weil man damit durchaus Class-A-Qualität erreichen kann.

Die anderen Wabenplatten werden schon länger für die Verkleidung von Fußböden und Seitenwänden von Wohnwagen und -mobilen sowie für den Innenausbau von Möbeln eingesetzt, kann man weiter erfahren. Und seit Juli 2018 haben sich die leichten Platten in den Wohnmobildächern etabliert, um zum Spritsparen beizutragen.

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