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Potenziale von RFID sind noch lange nicht ausgeschöpft

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Bei zentralen Systemen, etwa mit Barcode, ließe sich dies in begrenztem Umfang nur durch sehr leistungsfähige Netzwerkstrukturen für das hohe Datenaufkommen erzielen. „Hier zeigt sich der technologische Vorteil von RFID deutlich“, so Eßlinger. Die hohe Unempfindlichkeit in Bezug auf die Sichtbarkeit (Lesbarkeit) des Codeträgers überzeugt zusätzlich.

RFID auf dem Sprung in andere Branchen

Verstärkt ergaben sich Einsatzgebiete für RFID auf Basis von Smart Labels beim Handel. Das lag vor allem an den Bestrebungen von Metro, Rewe, Walmart und anderen Handelskonzernen, in Zukunft von den Herstellern Paletten und Kartons zu bekommen, die mit einem intelligenten Etikett – dem Smart Label – bestückt sind.

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„Die Weiterentwicklung der Technologie in den vergangenen Jahren, sinkende Preise bei der Technik, aber auch steigende Anforderungen im Hinblick auf Fälschungssicherheit und Qualitätssicherung haben dazu geführt, dass man sich auch in anderen Branchen zunehmend mit dieser Technik beschäftigt“, nennt Wolter neue Einsatzgebiete. „Zum Beispiel setzt die Automobilzulieferindustrie RFID zur Steuerung der Produktion und Teilerückverfolgung ein. Oder die Technik findet Verwendung in der Bau- und Möbelindustrie, um einzelne Bauteile auch nach Jahren noch im Zusammenhang mit Produzentenhaftung rückverfolgen zu können.“

Grundsätzlich kann der Einsatz von RFID überall dort sinnvoll sein, wo es darum geht, Abläufe effizienter zu gestalten und Prozesse zu standardisieren und zu automatisieren. Ob es sich rechnet, hängt dann immer von der jeweiligen Anwendung ab und muss von Fall zu Fall geprüft werden.

Schnellere Integration

Obwohl inzwischen viele Aufgabenstellungen problemlos mit RFID gelöst werden können, gibt es immer noch einige Herausforderungen. Dazu zählt die Integration der RFID-Technik in ERP-Lösungen wie SAP oder in Maschinensteuerungen. Diese ist sehr aufwendig und erfordert einen proprietären Programmieraufwand.

„Unser RFID-Gateway Ident-IQ-Mini wird — quasi wie ein Adapter — auf der einen Seite mit einem RFID-Lesegerät verbunden und kommuniziert auf der anderen Seite über Feldbusse mit SPS oder zum Beispiel über TCP/IP mit IT-Systemen“, beschreibt Wack die Antwort von Identpro. Der größte Vorteil für den Anwender: Es ist keinerlei spezielle Programmierung notwendig, lediglich eine einfache Konfiguration des Gateways.

Je nach Anwendung gibt es in der Intralogistik Übergangsstellen, die ebenfalls besondere Ansprüche an die RFID-Technik stellen. In einem Lebensmittellager mit unterschiedlichen Temperaturbereichen zum Beispiel kann beim Transportübergang von und in Tiefkühlzonen ein Feuchtigkeitsnebel auf den Codeträger fallen. „Ein Barcode wird dadurch oft schwer lesbar“, erklärt Eßlinger. „Die Lesbarkeit eines Transponders wird dadurch kaum beeinträchtigt. Aber die Schutzart des Lesegeräts und des Transponders müssen für einen dauerhaften und funktionssicheren Betrieb dazu passen.“

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