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Auto-ID

Potenziale von RFID sind noch lange nicht ausgeschöpft

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Zur Funktionssicherheit trägt auch die Auswahl des RFID-Frequenzbereiches bei. Nicht immer ist eine besonders hohe Reichweite von Vorteil – zum Beispiel bei der eindeutigen Zuordnung von Transpondern/Objekten zum Lesegerät. „Die Beschränkung auf die tatsächlich notwendige Anforderung vereinfacht den Umgang und bringt Sicherheit“, fasst Eßlinger zusammen. So können in speziellen Anwendungen, zum Beispiel in Trocknungsprozessen, besondere Zulassungen erforderlich sein, die sich beispielsweise auf Temperaturen und Umgebungsbedingungen (Atex) erstrecken und dort zwingend beachtet werden müssen.

Platz für neue Ideen

RFID bietet Raum für neue Anwendungen. So ist beispielsweise bei einem skandinavischen Türenhersteller ein neuartiger Spine-Tag-RFID-Druckspender von Bluhm Systeme im Einsatz. Das Besondere: Das System beschreibt ein gerade einmal 4 bis 5 mm schmales Smart Label und spendet es positionsgenau in eine sehr schmale Nut. Durch die versteckte Position wird das Erscheinungsbild des Produkts nicht gestört.

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Aber was noch viel wichtiger ist: Der RFID-Transponder ist vor jeglicher Beschädigung geschützt. Die eindeutig identifizierbare Tür kann beliebig weiterbearbeitet werden: Bohren, Fräsen, Hobeln, Schleifen, Lackieren. Die Bearbeitungsmaschinen lesen die Information berührungslos aus und richten sich automatisch auf die jeweils notwendigen Bearbeitungsschritte ein. Im weiteren Ablauf können damit auch alle Logistikabläufe gesteuert werden.

Für einen Kunden realisiert Identpro gerade einen automatischen Warenausgang an drei Toren. „Die saubere Erfassung der durch die Tore gefahrenen Transponder wird durch die große Anzahl direkt neben den Toren lagernder Ware erschwert“, beschreibt Wack das Problem – die statischen Transponder müssen zuverlässig ausgeblendet werden. „Der Kunde hat sich für unsere Lösung entschieden, da sie auf teure Abschirmungen verzichtet. Wir nutzen ein von uns entwickeltes RFID-Steuergerät mit spezieller Software, um sicherzustellen, dass nur die aktuell durch das Tor gefahrenen Transponder erfasst werden.“

Alle Auto-ID-Techniken nutzen

Es gibt Anwendungen, die für RFID prädestiniert sind. Viele davon werden heute genau so bedient wie vor fünf Jahren, etwa in Umgebungen mit hoher Verschmutzung. Hier hat nach Aussage von Eßlinger ein Preisverfall bei Lesegeräten und Transpondern stattgefunden. Änderungen in Produktionsprozessen sowie eine höhere Transparenz und Flexibilität erfordern jedoch mehr Informationen am Werkstück oder auch ein Kennzeichnen aus dem Prozess am Objekt.

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