Suchen

Vollhartmetall-Werkzeuge

Präzise Fertigung stabiler Verbindungen

| Autor/ Redakteur: Kathrin Benz / Mag. Victoria Sonnenberg

In seinem Kompetenzzentrum für Vollhartmetall-Werkzeuge schleift Mapal auf einer Schleifmaschine von Junker Schnittstellen für Wechselkopffräser. Der Automatisierungs- und Nutzungsgrad der Maschine sichert eine effiziente Serienproduktion.

Firmen zum Thema

Auf einer Quickpoint von Junker schleift das Mapal-Kompetenzzentrum für Vollhartmetall-Werkzeuge Schnittstellen für Wechselkopffräser.
Auf einer Quickpoint von Junker schleift das Mapal-Kompetenzzentrum für Vollhartmetall-Werkzeuge Schnittstellen für Wechselkopffräser.
(Bild: Junker)

Wenn Thomas Baur vor einer seiner Quickpoint-Maschinen von Junker steht, dann läuft sie in der Regel auf Hochtouren. „Die Quickpoint hat mit die höchsten Produktionsstunden, die wir überhaupt erreichen können“, sagt Baur, der im Mapal-Kompetenzzentrum für Vollhartmetall-Werkzeuge als Abteilungsleiter den Bereich Rundschleifen verantwortet. „Der Nutzungsgrad der Quickpoint liegt bei bis zu 95 %“, ergänzt Geschäftsführer Ulrich Krenzer. Die Mapal-Gruppe ist mit mehr als 5000 Mitarbeitern weltweit ein international führender Anbieter von Präzisionswerkzeugen für die Zerspanung nahezu aller Werkstoffe.

Die große Maschine mit der enormen Zerspankraft liefert konstant hohe Qualität, „auch, wenn sie mannlos produziert, über Nacht und am Wochenende“, so Krenzer. Junker verbaut in der Quickpoint ausschließlich hochwertige Komponenten, die den Prozess stabil machen.

Schnittstellen sicher mit der Quickpoint schleifen

Und diese Zuverlässigkeit ist für das Unternehmen ausschlaggebend. Das Mapal-Kompetenzzentrum für Vollhartmetall-Werkzeuge in Altenstadt produziert leistungsfähige Werkzeuge zum Bohren und Fräsen für namhafte Kunden aus der Automotive-Branche, der Luftfahrt, dem Maschinenbau und dem Werkzeughandel.

Bildergalerie

Dazu zählen Wechselkopffräser, bei denen die Schneide aus Vollhartmetall besteht und der Schaftteil aus Stahl gefertigt ist. Eine Kupplung verbindet beide Komponenten stabil miteinander. „Diese Kupplungen schleifen wir bei Mapal mit der Quickpoint 3000-60S von Junker“, so Baur.

Wechselkopffräser von Mapal sind so genau gefertigt, dass man sie ohne eine Werkzeugkorrektur in der Maschine wechseln kann. „Der Werkzeugkopf wird rausgeschraubt, die neue Schneide montiert. Sie drücken quasi wieder auf den Startknopf und produzieren weiter“, so Baur. „Das ist insbesondere bei der Serienfertigung wichtig.“ Der Wechsel konventioneller Schaftwerkzeuge ist in der Regel nur im Werkzeugvoreinstellraum möglich, wo die Längen an der Messmaschine genau eingestellt werden müssen.

Ist die Bearbeitungsaufgabe mit Wechselkopffräsern zu lösen, stellen sie die günstigere Alternative dar. „Je größer das Werkzeug, desto höher der Nutzen“, sagt Krenzer. „Und in puncto Qualität und Genauigkeit entspricht das Leistungsniveau unserer Wechselkopffräser den Pendants aus Vollhartmetall“, betont der Geschäftsführer.

Voraussetzung dafür ist, dass die Schnittstelle mit höchster Präzision geschliffen ist, „sonst funktioniert das nicht“, weiß Baur. „Bei einer Änderung der Kühlmittel- temperatur von nur 1 °C wird das Werkzeug nicht mehr mikrogenau gefertigt“, formuliert er eine der Herausforderungen.

Das Messsystem der Quickpoint 3000-60S erkennt solche Maßschwankungen und korrigiert sie automatisch, ebenso wie zum Beispiel den Verschleiß der Schleifscheibe. Diese Genauigkeit ermöglicht eine konstant sehr hohe Qualität.

Vorteilhaft ist das Wechselkopfsystem unter anderem für Kunden, die mit einer hohen Automatisierung arbeiten. „Statt drei- oder viermal Komplettwerkzeuge vorhalten zu müssen, brauchen sie nur die Ersatzköpfe“, so Krenzer. Denn die Schäfte sind wiederverwendbar und mit verschiedenen Köpfen kombinierbar. „Das verringert die Kosten für Lagerflächen und bindet weniger Kapital in Form von Werkzeugen.“

Mit der Quickpoint können nahezu alle Werkstückkonturen, Werkstoffe und Werkstoffkombinationen mit einem einzigen Schleifkörper in einer Einspannung geschliffen werden. Im Mapal-Kompetenzzentrum nutzt man sie für Schleifoperationen wie Durchmesser, Planschultern, Konen und Flächen. Mit der Quickpoint 3000-60S schleift Mapal seine Rohlinge. Neben den Schnittstellen sind das vor allem Produkte im höheren Durchmesserbereich von 12 bis 32 mm. Hier ist die Quickpoint besonders effizient und garantiert durch ihren hohen Automatisierungsgrad eine sichere, qualitätvolle Serienproduktion. Bei Mapal weiß man, dass auf die Maschine Verlass ist.

Thomas Baur hebt zum Schluss noch einen Punkt hervor, der für die Quickpoint spricht: „Wir haben sehr gute Erfahrungen mit der Firma Junker gemacht.“ Das bezieht er nicht nur auf die Hardware. „Am besten ist der Service, der da ist, wenn er doch einmal gebraucht wird“, formuliert Baur die Sichtweise des Praktikers.

* Kathrin Benz ist Marketingreferentin bei der Erwin Junker Maschinenfabrik GmbH in 77787 Nordrach, Tel. (0 78 38) 84-0, info@junker.de

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de (ID: 46035664)