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Drehwerkzeuge Produktivitätsschub beim Drehen von langen und dünnen Werkstücken

| Redakteur: Peter Königsreuther

Das Werkzeug Over-Cut+ ist die Weiterentwicklung des Multifunktions-Werkzeugs Over-Cut von Leistritz Produktionstechnik. Hier erfahren Sie, was der Neuling alles kann...

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Das Multifunktions-Werkzeug Over-Cut+, die Weiterentwicklung des Over-Cut von Leistritz leiste beim Drehen von länglichen Werkstücken ab 1,5 mm bisher Unerreichtes. Viele Problemfelder, die bei dieser Art von Werkstücken sonst zu meistern wären, könnten damit umfahren werden.
Das Multifunktions-Werkzeug Over-Cut+, die Weiterentwicklung des Over-Cut von Leistritz leiste beim Drehen von länglichen Werkstücken ab 1,5 mm bisher Unerreichtes. Viele Problemfelder, die bei dieser Art von Werkstücken sonst zu meistern wären, könnten damit umfahren werden.
(Bild: Leistritz)

„Die Physik lässt sich auch bei der Drehbearbeitung nicht austricksen“, so Dr. Michael Wengler, Geschäftsführer bei der Leistritz Produktionstechnik GmbH. Denn wenn ein sehr dünnes, langes Rundmaterial mit beispielsweise 4 mm Durchmesser bei 100 mm Länge auf ein Endmaß von 1,5 mm überdreht werden soll, drängt das Werkzeug das rotierende Werkstück radial ab, erklärt der Experte. Die Folge ist, dass statt eines zylindrischen Werkstücks mit 1,5 mm Durchmesser, man ein konisches fertigt, so Wengler. Die übliche stützende Pinole im Reitstock scheide bei diesen dünnen Durchmessern in der Regel aus oder führe bei größeren Durchmessern zu deutlich mehr Arbeitsgängen bis zur Endbearbeitung. „Wir haben nun eine revolutionäre Lösung gefunden, die wir auf der EMO erstmals gezeigt haben“, verspricht der Leistritz-Geschäftsführer.

Versechsfachte Produktivität beim Drehen

Denn Erstmals erlaubt die Weiterentwicklung des Over-Cut die mehrstufige Bearbeitung mit zwei unterschiedlichen Durchmessern. Auch die Endenbearbeitung gehöre jetzt zum Machbarkeitsspektrum. Das bringt laut Leistritz Zeitvorteile, denn in der gleichen Zeitspanne in der man beim üblichen Drehen mit zwei Durchmessern ein Bauteil bearbeitet, kann man mit dem Over-Cut+ sechs fertigstellen. Laut Bernhard Vater, Konstruktionsleiter bei Leistritz Produktionstechnik, hat man mit dem Over-Cut+ das effizienteste Werkzeugsystem für die Endbearbeitung kleiner Durchmesser.

Leistritz merkt außerdem an, dass aufgrund der auswechselbaren Schneidensätze verschiedene Durchmesser bearbeitet werden können und die dabei entstehenden Werkstück-Oberflächen besonders hochwertig sind.

Das zweiteilige Over-Cut+-Werkzeug besteht aus einem runden Grundhalter mit einem Kopfdurchmesser von 24 bis 40 mm, der bei Bedarf mit individuellen Schaftausführungen gefertigt wird, sowie aus einem wechselbaren runden Vollhartmetall-Einsatz mit innenliegenden Schneiden im Durchmesserbereich zwischen 12 und 32 mm.

Verdrehsicher ausgeführter, exakter Rundläufer

Der Hartmetall-Werkzeug-Einsatz wird in der Bohrung und den Schneiden für den jeweiligen Bearbeitungsdurchmesser angeschliffen. Zwei dieser Einsätze mit unterschiedlichen Bearbeitungsdurchmessern werden im Grundhalter mit drei Schrauben im definierten Abstand sicher geklemmt, erklärt Leistritz. Ein zusätzlicher Sicherungsstift pro Werkzeugeinsatz gewährleiste dabei die Sicherheit gegen ein Verdrehen. Drei im 120°-Winkel angeordnete Schrauben pro Over-Cut+-Einsatz, ermöglichten letztlich die Feinjustierung, damit alles auch perfekt rund laufe. Mehrere Spanraumöffnungen am neuartigen Werkzeugkopf dienen der zuverlässigen Spanabfuhr, fügt Leistritz an. Die optional erhältliche, innere Kühlmittelzufuhr durch den Schaft, spült die Späne sicher aus, heißt es weiter, und sorgt letztlich für eine maximal mögliche Standzeit der Werkzeugeinsätze.

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