Viele Unternehmen haben nicht rechtzeitig reagiert beim Umsetzen digitaler Trends – und wurden von den Ereignissen 2020 überrollt. Jetzt müssen sie Strukturen aufbauen, mit denen sie sich an geänderte Begebenheiten anpassen können. Der Schlüssel liegt in einem resilienten PLM.
Fertigungsunternehmen, die bisher wenig in die Digitalisierung investiert haben, müssen entsprechende Strukturen aufbauen, um sich widerstandsfähig aufzustellen.
(Bild: Getty Images)
Um sich widerstandsfähig aufzustellen, ist laut Aras ein robustes, flexibles PLM-System nötig, das für das ganze Unternehmen geeignet ist sowie Vernetzung und Kollaboration erlaubt.
Ein Beispiel dafür ist der Aufbau einer flexiblen, digitalen Supply Chain, die es erlaubt, auf Veränderungen schneller zu reagieren.
Ein solches PLM-System muss die Daten aller Quellen im Unternehmen zusammenführen und somit den gesamten Produktlebenszyklus darstellen können.
Viele Hersteller haben mit starren Organisationsstrukturen zu kämpfen, die sich auch in ihren Fertigungssystemen wiederfinden. Für ihr Product Lifecycle Management (PLM) nutzen sie veraltete Systeme, die nicht mit dem Tempo Schritt halten können, das die heutigen Innovationszyklen in der Industrie 4.0 vorgeben. Es entstehen in den verschiedenen Phasen des Produktlebenszyklus durch fehlende Vernetzung Datensilos, wodurch die Lieferkette fehleranfällig und die Zusammenarbeit verschiedener Abteilungen erschwert wird. Die Folgen zeigen sich insbesondere in Krisenzeiten.
Um sich für die Zukunft vorausschauend, flexibel und widerstandsfähig aufzustellen, benötigen Hersteller ein robustes und zukunftsfähiges PLM-System. Verschiedenste Technologien mehrerer Anbieter oder gar Anwendungen in einem „Best of Breed“-Ansatz (also die beste Software für jede Anwendung) zu konsolidieren, ist hier jedoch nicht der richtige Weg. Denn dann bleibt der Anwender mit einer unflexiblen Suite an Produkten zurück oder er muss kostspielige Integrationen in Kauf nehmen. Um das zu vermeiden, sollten Unternehmen ihre IT-Budgets gezielt in Digitalisierungsinitiativen investieren und Prioritäten setzen. Hier ist eine umfassende Lösung gefragt, die
sich auf alle Bereiche im Unternehmen anwenden lässt,
diese sicher sowie flexibel miteinander vernetzt und
eine reibungslose Kollaboration innerhalb des Unternehmens sowie mit externen Stakeholdern ermöglicht.
Über ein PLM eine flexible, digitale Lieferkette schaffen
Analysten haben schon seit Langem darauf hingewiesen, dass Resilienz zu den wichtigsten Eigenschaften einer modernen Lieferkette gehört, doch nur wenige Hersteller haben entscheidende Maßnahmen ergriffen. Um nicht von einzelnen Lieferanten oder bestimmten Komponenten abhängig zu sein, sollten sie eine flexible und digitale Supply Chain aufbauen, die eine kontinuierliche Zusammenarbeit und Produktversorgung garantiert. Statt Budgets in die Instandhaltung der bestehenden Infrastruktur fließen zu lassen, gilt auch hier: Hersteller sollten gezielt in eine neue PLM-Plattform investieren.
Sicher, dadurch entstehen Kosten, doch eine solche Investition zahlt sich aus, wie etwa die Studie „Connnected and autonomous supply chain ecosystems 2025” von Pricewaterhouse Coopers (PwC) zeigt. Hier wurden 1.600 Führungskräfte weltweit und branchenübergreifend zur Digitalisierung ihrer Supply Chain befragt. Ein zentrales Ergebnis: Digitale Vorreiter konnten durch ihre Initiativen die Ausgaben um 6,8 Prozent senken und gleichzeitig ihren Umsatz um 7,7 Prozent steigern. Mit einer plattformbasierten digitalen Supply Chain gewinnen Unternehmen an Agilität und sind auch künftig in der Lage, proaktiv auf disruptive Veränderungen zu reagieren.
Der digitale End-to-End-Thread
So könnte der Digital Thread aussehen: Er verbindet verschiedenste Informationen vom ersten Konzept über das Design, die Entwicklung, Produktion bis hin zum Service und bildet so den gesamten Produktlebenszyklus digital ab.
(Bild: Aras)
Daten fallen innerhalb der verschiedenen Fachabteilungen und außerhalb der Organisation in unterschiedlichen Quellen an, etwa in ERP- oder CRM-Systemen sowie den Autorensystemen der verschiedenen Domänen. Diese Informationen sollten über die komplette Wertschöpfungskette des Unternehmens nicht nur generiert, sondern auch zusammengeführt werden. Hier kommt der Digital Thread ins Spiel. Dieser verbindet alle Informationen aus dem gesamten Lebenszyklus eines Produkts. Damit sind diese Daten nicht mehr an verschiedensten Stellen – etwa in Excel, E-Mails, Dokumenten oder Legacy-Systemen – verteilt, sondern werden zentral an einem Punkt gesammelt und sind jederzeit für alle Mitarbeiter in der Organisation einsehbar. Das optimiert auch die Zusammenarbeit verschiedener Abteilungen: Bei der Einführung eines neuen Produkts sind alle Experten im Unternehmen auf demselben Stand, sei es aus der Produktinnovation, Entwicklung, Fertigung, Logistik oder dem Service. Und auch nach dem Launch profitieren sie von der Verknüpfung: Aus den Daten lassen sich Erkenntnisse ziehen, die in den nächsten Produktlebenszyklus über den Digital End-to-End Thread einfließen können. Somit wird das PLM zum „Closed Loop“: Es entsteht ein Kreislauf, in dem sich das Produkt stetig weiter optimieren lässt. Eine schnellere Time to Market sowie eine höhere Produktqualität – zwei der Hauptziele von Digitalisierungsinitiativen für Fertigungsunternehmen – sind die Folge, wie die Studie von PwC anführt.
Stand: 08.12.2025
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Durchgängiges Product Lifecycle Management
Mit dem Umzug ins Homeoffice im vergangenen Jahr standen viele Unternehmen vor der Herausforderung, ihre Infrastrukturen auf Remote Work einzustellen. Gerade Hersteller trifft diese Situation hart, da ihre Produktion von verschiedensten internen Systemen und externen Elementen in der Lieferkette abhängig ist. Um an Flexibilität zu gewinnen, sollten sie veraltete Systeme gezielt durch eine umfassende, plattformbasierte Lösung für das PLM ablösen. So können sie mit dem Innovationstempo auf dem Markt mithalten und stellen sich auch für zukünftige Anforderungen resilient auf.