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Korrosionsschutz Prozessanalyse macht Rostschutz sicherer

| Autor / Redakteur: Mirko Baldus / Stéphane Itasse

Korrosionsschutz hat für metallverarbeitende Betriebe eine hohe Bedeutung: Ihre Kunden erwarten Produkte in einwandfreiem Zustand. Doch was tun, wenn der Teufel im Detail steckt? Einzig sicher ist die frühzeitige und akribische Analyse der Prozesskette.

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Moderner Korrosionsschutz mit VCI-Verpackung. Doch auch hier müssen die zu verpackenden Metallteile trocken und richtig temperiert sein.
Moderner Korrosionsschutz mit VCI-Verpackung. Doch auch hier müssen die zu verpackenden Metallteile trocken und richtig temperiert sein.
(Bild: Excor)

Peiseler in Remscheid entwickelt und produziert Serienprodukte und Sonderlösungen wie Zwei-Achs-Schwenkeinrichtungen, Wender und Werkzeugwechseltische unter anderem für Automotive, Energie, Luftfahrt und Medizintechnik – weltweit. Eine Herausforderung besteht für das auf dem Gebiet der Antriebs- und Positioniertechnik zu den international führenden Herstellern zählende Unternehmen darin, Präzisionsmaschinen und Teilgeräte mit fein geschliffenen und in Teilen unlackierten Stahlflächen sofort einsatzfähig bei Kunden anzuliefern.

Ergänzendes zum Thema
Aktion exklusiv für unsere Leser
  • Oberflächenanalyse eines Metallteils auf korrosive Rückstände und Korrosion,
  • Ergebnisbericht inklusive Hinweisen auf mögliche Kontaminationsquellen sowie
  • daraus abgeleitete Empfehlungen zur Korrosionsvermeidung.

Die Teilnahmebedingungen sind:

  • Direkte Anmeldung bei Dr. Frank Faßbender, Excor Korrosionsforschung GmbH, Tel. (03 51) 88 85 73 48,frank.fassbender@excor.de.
  • Es entscheidet die Reihenfolge der Anfragen, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
  • Nach gegebenenfalls erfolgter Zusage: Zustellung des zu analysierenden Produktes.
  • Kurze schriftliche Beschreibung des Produktionsprozesses.
  • Bestehende Kunden von Excor sind von der Teilnahme an dieser Aktion leider ausgeschlossen.

Bis 2010 hatte Peiseler zwei Korrosionsschutzmethoden angewendet: eine Sprühapplikation, welche vor dem Verpacken längere Zeit abdampfen musste, und für Seetransporte eine im Werk aufzutragende wachsähnliche Emulsion, die später vom Empfänger wieder zu entfernen war.

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Wechselwirkungen der Prozessmedien können Korrosion auslösen

Eine deutliche Vereinfachung versprachen VCI-Verpackungen (Volatile Corrosion Inhibitor). Der Korrosionsschutz steckt hier bereits im Verpackungsmaterial. Sobald ein Metallprodukt mit VCI-Verpackungen umhüllt ist, legen sich die zunächst gasförmigen VCI-Wirkstoffe als Schutzmantel auf sämtliche Metalloberflächen.

Nachdem Günter Schön, Leiter Versand bei Peiseler, ein VCI-Seminar von Excor besucht hatte, begutachteten zwei Mitarbeiter des Unternehmens einen Tag lang bei Peiseler die Fertigung und insbesondere die Prozessmedien bei Reinigung, Spülung, Trocknung und Montage.

Nur absolut trockene und richtig temperierte Metallteile können in die VCI-Verpackung

Mit ihrem erweiterten Wissen modifizierten Schön und seine Kollegen Teile der Prozesskette und stellten das Verpackungsprozedere auf Excor-VCI-Produkte um. Bei der Verpackung achteten sie darauf, dass die Metallprodukte absolut trocken waren und ihre Temperatur während des Verpackungsvorgangs der Umgebungstemperatur entsprach, um Kondensationseffekte zu vermeiden.

In den Folgejahren funktionierte der Korrosionsschutz bei Peiseler fehlerfrei, auch bei weltweiten Exporten in verschiedene Klimazonen. 2013 traten bei einem Maschinenbauer in Indien aber überraschend leichte Korrosionsschäden an Werkzeugwechseltischen auf, die dort bereits sechs Monate verpackt in einem geschlossenen Lager standen. Peiseler hatte die Geräte mit VCI-Folie korrosionsgeschützt verpackt und anschließend geliefert. Der Hersteller meldete den Vorfall umgehend bei Excor.

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