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Die Arbeit ohne eine CAD/CAM-Software erscheint kaum noch möglich, allerdings fällt es nicht leicht, die passende zu finden. Bei den individualisierten Produkten wie Zahn oder Gebiss spielten die Rapidtechnologien ihre Stärke aus. Eine Laser-Sinter-Anlage stelle täglich mehr als 500 Zahnkronen her, während ein Zahntechniker mit traditioneller Gusstechnik etwa 2% davon schaffe.
Generative Fertigungsverfahren in der Dentaltechnik im Kommen
Digitalisierung der Daten und moderne Fertigung veränderten das Berufsfeld des Zahntechnikers außerordentlich, wie Andreas Hoffmann, Dentales Service Zentrum GmbH & Co. KG, berichtet. Generative Verfahren fänden zunehmend Einsatz bei Verblendungen.
Die Herstellung ästhetischer und biokompatibler Kronen und Brücken zu Preisen, die deutlich unter den derzeitigen Kosten der Herstellung lägen, rücke in den Vordergrund. Die Verlagerung von manuellen Arbeiten hin zu CAD-gestützter und automatisierter Fertigung verlange insbesondere nach verstärkten Anstrengungen, schon in der Ausbildung die angehenden Fachkräfte auf die Veränderungen vorzubereiten.
Zahnmodelle werden per Digitalkamera aufgenommen
In Zukunft werde das optische Modell im Mund des Patienten abgenommen. Beim Einsatz von Systemen mit intraoraler Digitalisierung, einer so genannten Mundkamera, gehe die Veränderung sehr tief. Die Abformung beim Zahnarzt entfalle.
Nach der Digitalisierung bereits im Mund des Patienten würden die aufgenommenen Daten mit einer entsprechenden CAD-Software nachbearbeitet. Das digitale Bild werde per Datenübertragung an ein externes Bearbeitungszentrum gegeben.
Fertigung von Dentalprodukten mit Rapid Manufacturing
Dort würden Techniker die CNC-Maschinen oder Laseranlagen für generative Techniken bedienen. Ohne Umweg über ein manuell gefertigtes Modell könne nahtlos zum Rapid Manufacturing übergegangen werden.
Die automatisierten Abläufe an den Schleif- und Fräsmaschinen, Sinteranlagen, Plottern oder der stereolithografischen Systeme setzten aus technischer Sicht lediglich die Qualifikation der Maschinenbedienung voraus, hinzu kämen die grundlegenden Anforderungen, die an Medizinprodukte generell gestellt werden. Bis 2020 werden die zahntechnischen Arbeiten zu 80% digital erledigt werden, prognostiziert Dr. Joseph Rothaut, Geschäftsführer der Imes-Icore GmbH.
Medizintechnik bei generativer Fertigung wegweisend
Die Medizintechnik habe die generativen Fertigungsverfahren als wegweisend angenommen, wie Prof. Hans-Florian Zeilhofer, Kiefer- und Gesichtschirurgie Universitätsspital Basel, darlegt. „Additive Manufacturing“ erlaube eine rasche Herstellung von Unikaten, exakt an die anatomischen Gegebenheiten des Patienten angepasst. Modelle und Implantate als individualisierte Produkte wirkten sich kostensenkend und gleichzeitig qualitätsverbessernd aus.
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