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Für den Einzelfall angefertigte Implantate gestalteten die Arbeit für den Mediziner komfortabler und erlaubten dem Patienten nach einer verträglicheren Operation häufig ein beschwerdefreies Leben. Mediziner rechnen mit bahnbrechenden Neuerungen im Spannungsfeld von dreidimensionaler Planung, virtueller Realität und der vom Roboter unterstützten Operation, heißt es. Prof. Zeilhofer sieht laut Mitteilung auch eine besondere Unterstützung durch die Entwicklung von Biomaterialien, die den Aufbau von Haut (Tissue-Engineering) und Knochen (Bone-Engineering) ermöglichen.
Auch Medizintechnik-Hersteller müssen auf Rapid Prototyping setzen
Da Operationsmethoden einem rasanten Wandel unterlägen, benötige der Chirurg ständig andere oder sogar speziell für seine Person angefertigte Instrumente. Jährlich nehme Aesculap 400 Produkte neu ins Portfolio auf. Deren Entwicklungszeit von der Idee bis zur Herstellung müsse deshalb immer kürzer werden.
In der Konsequenz sei bei dem Anbieter von Medizintechnik der Werkzeugbau an den Prototypenbau angegliedert und das simultane Engineering eingeführt worden. Zum Erfolg habe letztlich nur eine breite und Fächer übergreifende Zusammenarbeit geführt, sagt Hans Keller, Leiter Entwicklung, Fertigungstechnologie der Aesculap AG & Co. KG.
Die unterschiedlichen Verfahren müssten zusammengeführt werden. Er lasse das „Additive Manufacturing“ beim Rapid Development beginnen, um die Entwicklungszeit möglichst kurz zu halten.
Schmiedegesenkteile mit Hilfe von Rapid Manufacturing erstellt
Eine Neuheit sei die Fertigung eines Schmiedegesenkteils mit Hilfe des Rapid Manufacturing. Die Herstellung von Umformwerkzeugen sei zwar noch wenig erkundet, aber unter bestimmten Bedingungen durchaus sinnvoll, wie Dr. Bernhard Müller, Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU, Chemnitz, berichtet.
Ein typisches Schmiedeteil mit komplexer Geometrie sei mit Hilfe eines generativ gefertigten Schmiedegesenks erzeugt worden. Von der 3D-CAD-Werkzeugkonstruktion über die Prozesssimulation, das Laserschmelzen der Gesenkeinsätze bis hin zum eigentlichen Schmieden sei die generative Prozesskette genutzt worden, um unter produktionsähnlichen Bedingungen Vorteile und Besonderheiten gegenüber dem üblichen Vorgehen zu erforschen.
Rapid Manufacturing eröffnet neue Möglichkeiten für Konstrukteure
In einer steigenden Zahl von Anwendungsfeldern würden bei Bauteilen nur Unikate benötigt, und selbst bei kleinen Stückzahlen könne die generative Fertigung ihre Stärke ausspielen. Besonderen Reiz erhielten Rapidtechnologien für Konstrukteure, weil sie fortan Bauteile anders entwickeln und einsetzen könnten. Das eröffne Marktchancen in vielen Einsatzbereichen.
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