Messe Rapid-Tech

Rapid Manufacturing bietet großes Potenzial

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Die Individualisierung bei der Bauteilherstellung finde im Wassersport besonderes Interesse. Obwohl die Probleme meist einzigartig seien, ließen aufbauende Fertigungsverfahren die Realisierung komplexer Einzelstücke zu. Bootsbeschläge, die in SLS-Technik hergestellt wurden, hätten den Praxistest einer Segelsaison unter Einfluss von Feuchtigkeit und UV-Strahlung bestanden.

Architektur und Bautechnik profitieren ebenfalls von generativen Fertigungsverfahren

Den Wandel zur funktionsgerechten Bauweise nutzten Architektur und Bautechnik. Der Einsatz von generativer Fertigungstechnik erlaube in Zukunft digitale Planung und Anpassung von baulichen Details, erläutert Holger Strauß, Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur an der Hochschule Ostwestfalen-Lippe.

Möglich würden Konstruktionen, die in konventioneller Bauweise nicht praktikabel waren. Damit ändere sich die Sichtweise der Architekten: Sie könnten die traditionelle Denkweise – von Konstruktion und Fügung geprägt – in den Hintergrund stellen und ihren Fokus auf Funktion sowie Eigenschaft legen.

Neue Software erleichtert Einsatz von Additive Manufacturing

Häufig bleibe die durch „Additive Manufacturing“ gewonnene Gestaltungsfreiheit aufgrund von Lücken in der Prozesskette ungenutzt, darauf macht Dr.-Ing. Sabine Roth-Koch vom Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA, Stuttgart, aufmerksam. Mit Hilfe einer eigens entwickelten Software, die jetzt als Pilotmodell zur Verfügung stehe, soll es gelingen, Designskizzen auf Papier leicht in 3D-Modelle umzuwandeln, damit die Produktentwickler schnell weiter arbeiten können.

Die Bionik nutze Strukturen aus der Natur, um effizientere Produkte herzustellen. Mit Hilfe generativer Technik könnten Komponenten den natürlichen Formen nachempfunden oder die Bauweise der Biologie genutzt werden.

Wo klassische Verfahren an ihre Grenzen stoßen, würden Rapidtechnologien die technischen Beschränkungen überwinden. Zur Unterstützung des Konstrukteurs entstehe ein Katalog, der Lösungsvorschläge für bionische und lasergenerierte Strukturen enthält.

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