3D-Druck-Event Rapid.Tech 3D 2025: Praxiserprobte AM-Lösungen aus erster Hand

Ein Gastbeitrag von Ina Reichel* 4 min Lesedauer

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Die mittlerweile 21. Rapid.Tech 3D bringt Anbieter und Anwender des industriellen 3D-Drucks noch zielgerichteter für den direkten Austausch zusammen. Ein Überblick, was Besucherinnen und Besucher erwartet.

Zum 20-jährigen Jubiläum der Rapid.Tech 3D kamen im letzten Jahr insgesamt 2.700 Gäste aus dem In- und Ausland, um sich unter anderem die knapp 100 Ausstellerpräsentationen anzusehen.(Bild:  Christian Seeling)
Zum 20-jährigen Jubiläum der Rapid.Tech 3D kamen im letzten Jahr insgesamt 2.700 Gäste aus dem In- und Ausland, um sich unter anderem die knapp 100 Ausstellerpräsentationen anzusehen.
(Bild: Christian Seeling)

„Innovativ und profitabel – Die Zukunft der additiven Fertigung“ – unter diesem Motto rückt die 21. Rapid.Tech 3D vom 13. bis 15. Mai 2025 praxisorientierte Anwendungen und zukunftsweisende AM-Trends in den Mittelpunkt.

Erneut konnte der engagierte Fachbeirat der Rapid.Tech 3D führende AM-Experten aus verschiedenen Branchen für den Fachkongress gewinnen. Höhepunkte sind die Keynotes von MTU Aero Engines, BWT Alpine Formula One, Roland Berger und Turkish Aerospace. Sie beleuchten die Schubkräfte von AM von der zivilen und militärischen Luftfahrt über die Formel 1 bis hin zum Fertigungsalltag in der Produktion.

Ansatzpunkte für profitablen 3D-Druck

Dr. Karl-Heinz Dusel von MTU Aero Engines greift in seiner Keynote ein wesentliches Hindernis für den großflächigen Einsatz von AM in der Wirtschaft auf: die Kosten. Er stellt Ansätze vor, wie der 3D-Druck von Bauteilen für die Luftfahrtindustrie profitabler werden kann. Pat Warner vom Formel 1-Team BWT Alpine ermöglicht den Zuhörern einen exklusiven Blick hinter die Kulissen dieses Sports und zeigt, wie die additive Fertigung die Technik den Rennsport verändert hat.

Max Schaukellis von Roland Berger demonstriert technische Lösungen und Erfolgsfaktoren für eine innovative Produktion in der automatisierten AM-Fabrik. Dr. Remzi Ecmel Ece von Turkish Aerospace gibt Einblicke in die Aktivitäten des Unternehmens im Bereich der additiven Fertigung im Verteidigungssektor.

Nachfrage nach mehr AM-Anwendungen für Militär, Energie- und Elektrotechnik

Vier Keynotes und rund 70 Vorträge waren das Herzstück des hochkarätig besetzten Fachkongress auf der Rapid.Tech 3D 2024.(Bild:  Christian Seeling)
Vier Keynotes und rund 70 Vorträge waren das Herzstück des hochkarätig besetzten Fachkongress auf der Rapid.Tech 3D 2024.
(Bild: Christian Seeling)

Vertieft und ergänzt auf weitere Branchen werden die Keynote-Themen in den Fachforen des Kongresses sowie in verschiedenen Formaten direkt in der Ausstellungshalle. „Wir spüren ein verstärktes Interesse an AM-Anwendungen für den militärischen Bereich. Deshalb steht dieses Thema explizit auf der Agenda, unter anderem mit Experten von Rheinmetall, Diehl und Airbus.

Nachgefragt sind ebenso 3D-Druck-Lösungen in der Energie- und der Elektrotechnik. Hierzu vermitteln die neuen Foren Energie & Wasserstoff sowie Elektronik & Komponenten Impulse“, berichtet Michael Eichmann über neue Programmpunkte. Der Stratasys-Manager unterstützt die Rapid.Tech 3D von Anfang an und engagiert sich als Fachbeiratsvorsitzender für die Veranstaltung. „Wir haben gemeinsam mit dem Beirat und dem Messeteam eine AM-Veranstaltung aufgebaut, die sich so lange wie keine andere in Deutschland behauptet, die mit tollen Inhalten aufwartet und die von den Besuchern ob ihrer Qualität immer top bewertet wird.“ Das motiviere ihn jedes Jahr aufs Neue, sich im Fachbeirat zu engagieren, betont er.

VDMA Additive Manufacturing und DECHEMA setzen Partnerschaften fort

Dass die Zielrichtung der Erfurter Veranstaltung stimmt, unterstreicht auch der weitere Fachbeiratsvorsitzende, Prof. Dr. Christian Seidel von der Hochschule München. „Das zeigt sich nicht zuletzt daran, dass VDMA Additive Manufacturing und DECHEMA die im Jahr 2024 begonnenen Partnerschaften mit der Rapid.Tech 3D fortsetzen beziehungsweise, dass wir mit dem 3D MID e. V. einen neuen Partner gewinnen konnten. Im Programm werden damit Potenziale des industriellen 3D-Drucks für Chemie, Verfahrenstechnik, Automatisierung und Robotik noch fokussierter aufgezeigt. Indem wir neben etablierten Branchenlösungen aus Aerospace, Medical oder Mobility weitere wirtschaftlich lohnende Anwendungsfelder für den Einsatz erprobter additiver Technologien vorstellen, kommen wir auch mehr aus der AM-Bubble heraus und können neue Besucher gewinnen“, ist der AM-Experte überzeugt.

Formate für noch bessere Verzahnung von Anbietern und Anwendern

Dafür legen die Macher der Rapid.Tech 3D neben inhaltlich starken praxistauglichen Lösungen in diesem Jahr noch mehr Gewicht darauf, die Anbieter mit den Anwendern und Interessenten zusammenzubringen. „Beispielsweise weiten wir die 2024 sehr erfolgreichen ‚Technical Deep Dives Touren‘ an den Ausstellungsständen aus, bei denen Anbieter und Besucher direkt in den Austausch kommen. Wir reaktivieren das Format der Expert Tables. Diese Diskussionsrunden in kleinen Gruppen finden ebenfalls direkt im Ausstellungsbereich statt. Und wir laden zum Abschluss des ersten Tages zum AM Science Poster Slam ein, sodass die Gäste der After-Work-Party in der Halle entspannt mit den Wissenschaftlern diskutieren können“, erklärt Prof. Seidel.

Kreative Kleidungsstücke, die für die 3D Pioneers Challenge 2024 eingereicht wurden.(Bild:  Christian Seeling)
Kreative Kleidungsstücke, die für die 3D Pioneers Challenge 2024 eingereicht wurden.
(Bild: Christian Seeling)

Ein weiterer spannender Programmpunkt ist die Jubiläumsausgabe der 3D Pioneers Challenge. Mit dem 10-jährigen Bestehen wird der Pioneer of the Decade mit einer exklusiven Sondertrophäe ausgezeichnet. Alle Finalistinnen und Finalisten der vergangenen neun Wettbewerbsjahre sind automatisch nominiert, sich mit ihren neuesten Projekten zu bewerben.

Zusätzlich können sich Aussteller und Besucher auf der erstmals veranstalteten Quantum Photonics (13./14. Mai 2025) zu Quantentechnologien informieren sowie Schnittpunkte und Verknüpfungen mit AM entdecken.

„Wir hoffen, dass noch mehr neue Teilnehmer die Rapid.Tech 3D für sich entdecken. Wir haben ein gutes Stammpublikum. Es käme nicht Jahr für Jahr nach Erfurt, wenn es sich nicht lohnen würde. Der Fachkongress, die Ausstellung und die zahlreichen Netzwerkformate bieten viele Informationen und Anregungen fürs eigene Geschäft. Gerade in der aktuell angespannten wirtschaftlichen Situation lohnt es sich, sich nach anwendungsbereiten AM-Lösungen umzusehen beziehungsweise diese auf der Rapid.Tech 3D zu präsentieren“, wirbt Michael Eichmann für den Besuch in Erfurt.

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* Ina Reichel arbeitet als freie Journalistin.

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