Fusselarbeit Aus Textilresten werden neue und hochwertige Materialien

Quelle: HS Hof 2 min Lesedauer

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Nach, wie es heißt, zweieinhalb Jahren Forschungs- und Entwicklungsarbeit zogen die Beteiligten am Forschungsprojekt „RecyTube“ nun beim Partner Rohleder in Konradsreuth eine positive Bilanz ...

Textilreste, wie diese, stammen nicht nur aus der Altkleidersammlung, sondern sammeln sich auch bei der Möbelproduktion an. Doch viel davon wird entsorgt oder thermisch verwertet. Dass das nicht sein muss, hat ein Team aus Forschung und Industrie jetzt in einem Projekt bewiesen ...(Bild:  Wertstoffhof Delitzsch)
Textilreste, wie diese, stammen nicht nur aus der Altkleidersammlung, sondern sammeln sich auch bei der Möbelproduktion an. Doch viel davon wird entsorgt oder thermisch verwertet. Dass das nicht sein muss, hat ein Team aus Forschung und Industrie jetzt in einem Projekt bewiesen ...
(Bild: Wertstoffhof Delitzsch)

Im Mittelpunkt von „RecyTube“, das vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energiestand gefördert wurde, stand die Frage, wie textile Reststoffe, die bei der Herstellung hochwertiger Möbelstoffe entstehen, sinnvoll weiterverarbeitet werden können. Und vor allem Webleisten, Garnreste und Produktionsabfälle wurden bisher meist entsorgt oder lediglich energetisch verwertet, weil es sich um Materialmischungen handelt. Das Projekt verfolgte aber den Ansatz, diese Materialien zu einer wertvollen Ressource zu machen.

Neue Textilien mit sehr hohem Recyclatanteil erreicht

Der erste Projektschritt bestand, wie man weiter erfährt, in der systematischen Sammlung und Analyse der anfallenden Garnreste. Dabei konzentrierte sich das Team insbesondere auf längere Fasern, die sich für eine hochwertige Wiederverarbeitung am besten eignen. Das Ergebnis könne sich sehen lassen! Denn es gelang, Materialien mit einem Recyclinganteil von rund zwei Dritteln (66 Prozent) herzustellen. Der Anteil von Neuware lag also bei lediglich etwa 33 Prozent. Gleichzeitig verfolgten die Projektpartner einen weiteren wichtigen Anspruch, denn ein weiteres Ziel hieß, dass keinerlei Additive und keine anderen Zusätze den Mischungen zugeführt werden sollten. Damit soll, wie es weiter heißt, ein langfristiger und möglichst sauberer sowie nachvollziehbarer Materialkreislauf auf die Beine gestellt werden.

Auch dem Design wurde viel Aufmerksamkeit geschenkt

Außer den technischen Fragestellungen spielte auch das Design eine wichtige Rolle. Deshalb wurde Paula Holzhauser, eine junge Designerin und Absolventin der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle, in das Projekt eingebunden. Gemeinsam mit den Projektpartnern entwickelte sie schließlich Konzepte für Sitzobjekte auf Basis der neu entstandenen Materialien aus den ursprünglichen Textilabfällen. Besonders die Entwicklung eines Hockers erwies sich dabei als anspruchsvolle Aufgabe, wie es heißt. Denn die Möbel müssen ja stabil, wirtschaftlich produzierbar und gleichzeitig gestalterisch attraktiv sein. Hinzu kommt die Herausforderung, die Produkte perspektivisch in industriellen Stückzahlen anfertigen zu können.

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